Metallgewerbe: Elektriker verlangen Gerechtigkeit!

Wiener Landesinnung muss sich für Beschäftigte einsetzen!

Wien (GMT/ÖGB) - Gerhard Rockenbauer, Vorsitzender des Fachausschusses für Elektrotechniker-Gürtler-Graveure in der Gewerkschaft Metall - Textil, übt scharfe Kritik an den Metallgewerbe-Arbeitgebern der Bundesinnung der Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationselektronik. "Diese Innung verweigert den Beschäftigten die Lohnerhöhung!"++++

Am 19. November hat die Gewerkschaft Metall - Textil (GMT) mit den Arbeitgebern des Metallgewerbes einen neuen Kollektivvertrag für insgesamt rund 108.000 Beschäftigte in ca. 15.000 heimischen Betrieben vereinbart. Eine Bundesinnung, der österreichweit 31.000 Beschäftigte angehören, verweigert allerdings die Zustimmung zu diesem Kollektivvertrag. In Wien sind ca. 5000 Beschäftigte betroffen. "Die anderen Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten, für die der Metallgewerbe-Kollektivvertrag abgeschlossen wurde, bekommen ab 1. Jänner 2,5 Prozent Lohnerhöhung," sagt Rockenbauer. "Die 'Elektriker' haben sich das nach Meinung ihrer Bundesinnung offenbar nicht verdient. Sie arbeiten weiterhin für die alten, nicht erhöhten Löhne. Wir schließen daraus, dass die Beschäftigten dieser Betriebe den Arbeitgebern offenbar weniger wert sind."

Die GMT könne diese Vorgangsweise nicht akzeptieren! Rockenbauer:
"Über 5000 Beschäftigte in Wien verdienen die gleichen Erhöhungen wie ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Bereichen des Metallgewerbes." Die GMT hat für 13. Dezember ein Gespräch mit der Bundesinnung vereinbart. "Wir werden alles dazu tun, dass der Landesinnungsmeister der Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationselektronik in Wien bis zu diesem Termin seinen Einfluss bei der Bundsinnung im Sinne unserer Kolleginnen und Kollegen geltend macht. Denn auch die Wiener Beschäftigten müssen ab Jänner 2005 das verdienen, was ihnen zusteht", sagt Gerhard Rockenbauer abschließend.

ÖGB, 9. Dezember
2004
Nr. 821

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