Spitalsskandal: Brettenthaler weist Pauschalverdächtigungen gegen Ärzte und Spitäler zurück

Ärztekammer-Präsident fordert Veröffentlichung von Operationshäufigkeiten - genaue Überprüfung durch Experten

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) nahm Mittwoch in einer Aussendung zur aktuellen Diskussion über die angeblich überhöhte Operationsfrequenz in einigen österreichischen Spitälern Stellung. Er forderte alle Beteiligten auf, auf den Boden der Realität zurückzukehren und von pauschalen Anschuldigungen gegen Ärzte und Spitäler sofort und unmissverständlich Abstand zu nehmen.

Im Weiteren reklamierte er vom Gesundheitsministerium auf, die ihm zur Verfügung stehenden Daten über die Operationshäufigkeit in österreichischen Spitälern endlich öffentlich zu machen und einer Expertenrunde zur Beurteilung und Prüfung zu übergeben.

Brettenthaler: "Die Österreichische Ärztekammer und die österreichische Ärzteschaft ist selbstverständlich daran interessiert, vergleichbare Daten zur Verfügung zu haben, um die Situation objektiv beurteilen zu können." Die Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin (ÖQMed) sei jederzeit bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

Abschließend wies der Kammerpräsident "mit Nachdruck alle pauschalen Verdächtigungen in die Richtung, dass Operationen aus finanziellen Gründen durchgeführt würden, zurück". Er, Brettenthaler sei bereit, jeden einzelnen Fall durch das oben erwähnte Institut prüfen zu lassen.

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