Ärztekammer mahnt ärztliche Schweigepflicht ein

Brettethaler missbilligt Diskussion über Erkrankung Juschtschenkos

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztgekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler, wies Mittwoch in einer Aussendung im Zusammenhang mit den laufenden Diskussionen über die Erkrankung des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Juschtschenko darauf hin, dass die ärztliche Schweigepflicht eine der Grundpfeiler des Verhältnisses zwischen Ärzten und Patienten ist.

Diese ärztliche Schweigepflicht sei unteilbar und betreffe -unabhängig von ihrer Stellung in der Öffentlichkeit - alle Patienten und Ärzte und könne nur von einem Patienten selbst aufgehoben werden. Selbst in diesem Fall sei aber äusserste Zurückhaltung geboten, so der Ärztepräsident.

Brettenthaler: "Mit Sorge und ausdrücklicher Missbilligung verfolge ich nunmehr die öffentliche Diskussion über die Erkrankung des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Juschtschenko und fordere alle Beteiligten unmissverständlich auf, sich an die Regelungen betreffend die ärztliche Schweigepflicht zu halten. Ich mache ausdrücklich auf disziplinarrechtliche Folgen aufmerksam, die eine Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht nach sich ziehen."

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