Stadttheater: Nur noch Kopfschütteln der SPÖ für schwarz-blaue Budgetentscheidung

Ambrozy: Es ist völlig unverständlich, dass ÖVP und FPÖ versuchen, das erfolgreiche Stadttheater zu zerstören

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Diskussion um die Finanzierung des Stadttheaters ist am Dienstag eskaliert. Der Klagenfurter Stadtsenat beschloss eine Subventionskürzung durch die Stadt um 500.000 bis eine Million Euro. "Das Stadttheater Klagenfurt und Intendant Dietmar Pflegerl haben in den letzten fast eineinhalb Jahrzehnten sowohl künstlerisch, als auch wirtschaftlich sehr gute Arbeit geleistet. Es ist für mich völlig unverständlich, dass die schwarz-blaue Koalition in Klagenfurt die Qualität des Hauses und den damit verbundenen Ruf der Kulturarbeit in Kärnten durch unverantwortliche Beschlüsse riskiert", stellt SP-Chef LHStv. Peter Ambrozy fest.

Kulturreferent Haider werde dringend aufgefordert, umgehend Gespräche mit der Stadt Klagenfurt zu führen, um zu erwirken, dass diese den Beschluss vom Dienstag revidiert. "Insbesondere fordere ich Kulturreferent Haider auf, sofort Gespräch mit seinem Parteifreund Canori zu führen und damit sicherzustellen, dass die schwarz-blaue Koalition in Klagenfurt von ihrer kulturfeindlichen Haltung abgeht", so Ambrozy.

"Bei der Verknüpfung der Budgetprobleme der Landeshauptstadt mit der dramatischen Kürzung des Theaterbudgets handelt es sich offensichtlich um puren schwarz-blauen Revanchismus gegen den Kultur-Leitbetrieb Kärntens", kritisiert die Kultursprecherin der Kärntner Sozialdemokraten, LAbg. Nicole Cernic scharf und ergänzt:
"Ich gehe davon aus, dass der Kärntner Landeshauptmann die Stadt Klagenfurt benützt, um seine Eigeninteressen gegen Intendant Pflegerl zu verfolgen."

Für SP-Kultursprecherin Cernic ist die Vorgangsweise völlig verantwortungslos. Cernic:"Die Produktionen für die nächste Saison stehen, das Stadttheater im Dezember in derart drastischer Art und Weise zu beschneiden ist schlichtweg unbegreiflich. Es ist ein kulturpolitischer Skandal, dass die ÖVP und Bürgermeister Harald Scheucher sich hier als Erfüllungsgehilfen des Kärntner Landeshauptmannes zur Verfügung stellen." Es handle sich bei der gewählten Vorgangsweise um ein altbekanntes politisches Muster der Freiheitlichen, funktionierende Betriebe ins Chaos zu führen, um eine direktes Eingreifen des freiheitlichen Referenten zu erleichtern, erklärt Cernic. Eine Kürzung in dieser Höhe würde drastische Einschnitte, wie etwa die Streichung einer gesamten Produktion bedeuten und käme daher einem dramatischen Anschlag auf Kärntens Kulturleitbetrieb gleich, so die SP-Kultursprecherin abschließend. (Schluss)

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