AKNÖ-Staudinger: "Erfolg für REWE-Handelsangestellte"

Forderung der AKNÖ erfüllt: Arbeitszeitaufzeichnungen müssen nachvollziehbar sein

Wien (AKNÖ) - "Die wichtigste Forderung der AK Niederösterreich an den REWE-Konzern ist erfüllt: Die heute angekündigten Arbeitsrechts-Schulungen der Rayonsleiter muss dazu führen, dass die Arbeitszeitaufzeichnungen nicht mehr von Vorgesetzten manipuliert werden können. Dass dies bisher in vielen Filialen der Fall war, bestätigten gegenüber AK Niederösterreich - wie in den Medien ausführlich dargestellt -zahlreiche Briefe und Beschwerden von REWE-Handelsangestellten".

Generaldirektor Wolfgang Wimmer hatte im Oktober in einem Sozialpartner-Gipfelgespräch mit AKNÖ-Präsident Josef Staudinger und dem Abteilungsleiter der Arbeitsrechtsabteilung DDr. Wolfgang Massl eine Überprüfung der beanstandeten Praxis zugesagt. Die AK Niederösterreich begrüßt die heute getroffene Einsicht, dass es tatsächlich zu Missbrauch gekommen ist. Tatsächlich geleistete Arbeitszeit wurde nicht in das Verrechnungssystem eingespeichert, sobald die 50-Stunden-Grenze überschritten worden war. Staudinger:
"Leider führte die Personalknappheit regelmäßig zu Übertretungen der gesetzlichen Höchstarbeitszeit. Durch das Eingriffsrecht der ungeschulten Rayonsleiter wurden geleistete Überstunden regelmäßig aus dem Computer eliminiert. Die Handelsangestellten hatten keine Kontrollmöglichkeit und der zentralen Lohnbuchhaltung wurden manipulierte Computereingaben vorgelegt."
Für die Arbeiterkammer Niederösterreich sind die nunmehr bestätigten Vorgänge im REWE-Konzern jedoch nicht auf ein Unternehmen eingrenzbar. Staudinger: "Es liegen Dutzende Beschwerden Handelsangestellten anderer Großunternehmen vor. Vor allem das Nicht-Bezahlen von Weihnachtsgeld an geringfügig Beschäftigte scheint ein weiteres ungelöstes Problem in dieser Branche zu sein." Die AKNÖ fordert alle großen Handelsunternehmen auf, ihrerseits alle arbeitsrechtlichen Missstände abzustellen und einen Selbstreinigungsprozess einzuleiten. Die heute von der REWE Task-Force beschlossenen Schulungen der mittleren Führungsebene ist ein erster Schritt dazu, schloss Josef Staudinger.

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