- 07.12.2004, 15:15:13
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Kinderfreunde Niederösterreich fordern den Vaterschutzmonat für alle
Landesvorsitzender Andreas Kollross präsentiert "Papa aktiv"
St. Pölten (SPI) - Mit einem Aktionstag starteten die Kinderfreunde
Niederösterreich heute am St. Pöltner Riemerplatz ihre Kampagne
"Papa aktiv: Vaterschutzmonat für alle". "Vater ist man von Anfang
an. Die ersten Lebenswochen sind die wichtigsten in der Entwicklung
eines Kindes. Jeder Vater soll nach der Geburt seines Kindes das
Recht auf einen Sonderurlaub erhalten. Mütter sind dadurch in der
schwierigen Anfangszeit entlastet und Väter können leichter eine
emotionale Bindung zu ihren Kindern aufbauen", erläutert Kollross die
Grundidee der Kampagne. Der Vaterschutzmonat ist eine gesellschafts-
und familienpolitische Forderung der Kinderfreunde. Väter sollen auf
freiwilliger Basis die Möglichkeit haben, einen einmonatigen
Sonderurlaub bei voller Gehaltsfortzahlung in Anspruch zu nehmen.
Dem Staat und der Gesellschaft komme die Aufgabe zu,
Rahmenbedingungen für KindererzieherInnen möglichst optimal zu
gestalten. "Staatliche Verantwortung heißt neben einem
einkommensabhängigen Karenzgeld vor allem auch Anreize und
arbeitsrechtliche Möglichkeiten für Väter zu schaffen, ihren Anspruch
auf Karenzzeiten auszuschöpfen", fordert der neue Mann an der Spitze
der Niederösterreichischen Kinderfreunde. "Viele Väter wollen eine
aktive Rolle im Leben ihrer Kinder einnehmen. Die Entwicklung ihres
Kindes steht in ihrem Leben im Vordergrund und viele würden gern jede
freie Minute mit ihrer Familie verbringen", so Kollross weiter.
Wirtschaftsstrukturen, Angst um den Arbeitsplatz und andere Bereiche
stünden einer ausgeglichenen work-life-balance allerdings meist im
Wege.
Landesvorsitzender Andreas Kollross versteht unter "Papa aktiv" aber
weit mehr als die Beteiligung am Aufwachsen und die Teilhabe an der
Entwicklung des Kindes. Ebenso wichtig wie erzieherische Aufgaben
seien Aufgaben im Bereich der Entlastung von Frauen beziehungsweise
der Teilung der unbezahlten Pflege und Hausarbeit.
Der Vaterschutzmonat sei ein wichtiger Schritt, um Väter zu
animieren, ihrer Verantwortung stärker nachzukommen. "Klar ist aber,
dass es damit nicht genug ist. Unser Ziel und unsere Vorstellung
einer aktiven Vaterschaft ist es, die Berufsunterbrechung aufgrund
der Kinderbetreuung zwischen den Eltern zu gleichen Teilen
aufzuteilen sowie eine bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und
Familie zu garantieren", formuliert Kollross die Ziele der
Kinderfreunde. (schluss) ka
Rückfragehinweis: Kinderfreunde Niederösterreich
02742-2255 500
OTS0191 2004-12-07/15:15
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