Schüssel: Diskussion ohne Tabus zur Verbesserung des Schulsystems

Wien (OTS) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nahm heute im Anschluss an den Ministerrat Stellung zur Pisa-Studie, wobei der Bundeskanzler anmerkte, dass die Detailergebnisse erst in einigen Monaten vorliegen werden. Schüssel: "Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts. Was wir benötigen, ist eine tabufreie Diskussion, um die Leistungen zu verbessern. Daher laden wir alle Schulpartner und Experten im Jänner zu einem großen Reformdialog ein." Der Bundeskanzler wies in diesem Zusammenhang auch auf die Stärken des österreichischen Schulsystems hin. So weist Österreich die geringste Zahl an frühen Schulabbrechern auf und 86,5 Prozent aller Schüler nützen nach der Pflichtschule ein weiterführendes Bildungsangebot. In der Jugendbeschäftigung führt Österreich im EU-Vergleich und weist eine nur halb so hohe Jugendarbeitslosigkeit auf.

Der Ministerrat nahm auch die Arbeitsmarktdaten für den November zur Kenntnis. Die Zahl der Beschäftigten stieg insgesamt auf 3,2 Millionen an und erreichte damit einen absoluten Höchststand. Schüssel: "Die Konjunktur ist wirklich angesprungen." Erstmals seit April 2001 ist auch die Zahl der arbeitslos Gemeldeten gesunken. Ein deutlicher Rückgang war insbesondere bei der Jugendarbeitslosigkeit und bei jenen von älteren Arbeitnehmern zu verzeichnen. "Die positiven Ergebnisse im Bereich der Jugendbeschäftigung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der erfolgreichen Lehrlingsoffensive der Bundesregierung", so der Bundeskanzler.

Die Bundesregierung nahm heute auch einen Bericht von Verteidigungsminister Günther Platter zu den Vorfällen bei den Kasernen Freistadt und Landeck zu Kenntnis. Der Bundeskanzler versicherte, dass es "eine rückhaltslose Aufklärung dieser skandalösen Vorfälle" geben werde. Der Bundeskanzler stellte klar:
"Derartiges hat bei der Ausbildung von Grundwehrdienern nichts verloren."

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