Beim Bau der Koralmbahn soll es keine Verzögerung geben

Finanzierungsvarianten werden geprüft - Modernisierungsschub durch Umbau Krankenhaus Spittal

Klagenfurt (LPD) - Beim Bau der Koralmbahn soll keine Verzögerung eintreten. Das betonte heute, Dienstag, Landeshauptmann Jörg Haider im Anschluss an die Regierungssitzung. Gemeindereferent Landesrat Reinhart Rohr und Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler seien vom Regierungskollegium dazu ermächtigt worden, Verhandlungen über Finanzierungsvarianten zu führen, sagte Haider. Der jüngst begonnene Sondierstollen für den Koralmtunnel soll 2007/2008 fertiggestellt sein, dann soll gleich mit dem Bau des eigentlichen 32,8 km langen Koramtunnels begonnen werden können.

Steiermark und Kärnten hätten massives Interesse, rasch weiterzukommen. Man werde mit dieser Verkehrsinfrastruktur auf jeden Fall auch schneller sein als die Fertigstellung des parallel verlaufenden Korridors V außerhalb Österreichs. Zum Gesamtprojekt einer leistungsfähigen Hochleistungseisenbahn gehöre auch das Logistikzentrum, das im Raum Fürnitz aufgebaut werde. Für den Bereich Villach bzw. für die Verbindung von Koralm- bzw. Südbahnstrecke und Tauernachse sei eine Machbarkeitsstudie durch Vizekanzler Hubert Gorbach in Auftrag gegeben. Der Landeshauptmann hob in diesem Zusammenhang die großen Beschäftigungseffekte der Koralmbahn und insbesondere des Logistikzentrums hervor.

2,6 Milliarden Euro für die Koralmbahn seien bauwirksam zugesichert, der Rest auf vier Milliarden müsse verhandelt werden. Die Art der Vorfinanzierung sei nun zu klären, um eine Beschleunigung zu erreichen, so Haider.

Auch LHStv. Peter Ambrozy bekräftigte, dass es sich um eine Vorfinanzierung handeln solle. Eine Beteiligung sei nur dann sinnvoll, wenn es eine Refinanzierung gebe. Denn eine Hochleistungseisenbahn sei im übergeordneten Interesse gelegen und daher vom Bund zu bezahlen.

Weiters teilte der Landeshauptmann mit, dass Mittel für die Gewerbeaktion und für die Tourismusoffensive - durch Umschichtungen beim Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds - aufgestockt wurden, weil sich hier aufgrund verstärkter Investitionstätigkeit der Bedarf gesteigert habe. Unter anderem werde auch die Investition am Südufer des Wörthersee für ein ganzjähriges Gesundheitszentrum in Maria Wörth (Astoria) unterstützt. Weitere Unterstützungen habe man für Expan in Wernberg sowie für das Mahle Filterwerk beschlossen.

Wie Ambrozy weiter ausführte, sei die 15a-Vereinbarung im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform einstimmig beschlossen worden. Danach würden die Länder zusätzliche 350 Millionen Euro lukrieren. Bezüglich des Umbaus am Krankenhaus Spittal würden noch letzte Unterlagen beizubringen sein, sagte Ambrozy. Dann werde es durch die Investitionssumme von 33 bis 36 Millionen Euro einen Modernisierungsschub in der Gesundheitsversorgung für den gesamten Bezirk Spittal geben.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0006