SJÖ: Rassistische Ausfälle können nicht Sparpolitik der Bundesregierung kaschieren

Ideen des RFJ haben Ablaufdatum mindestens seit einem halben Jahrhundert überschritten

Wien (SK) Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), "kann alle rassistische Polemik nichts daran ändern, dass die schwarz-blaue Bundesregierung das Bildungssystem seit vier Jahren kaputt spart". Die jüngsten Aussagen des RFJ-Obmanns Gudenus seien schärfstens zurückzuweisen. "Dass Gudenus' Fähigkeit gesellschaftliche Gruppen gedanklich zu erfassen, bei drinnen und draußen stehen bleibt, ohne soziale Hintergründe miteinzubeziehen, dafür möchte ich aber nicht unserem Bildungssystem die Schuld geben. Es ist vielmehr die Ausrichtung seiner eigenen Partei, die durch solche Schwarz-Weiß-Feindbilder soziale Unterschiede und ihre Umverteilungspolitik von unten nach oben vertuschen will", so Dvorak am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Nachdem die FPÖ seit ihrem Regierungsantritt nichts mehr gemacht hat, außer das Bildungs- und Sozialsystem auszuhungern und ihre Mitglieder mit Posten in der Verwaltung zu versorgen, sollen jetzt wieder 'die Ausländer' an allem schuld sein. Das ist doch nur mehr lächerlich", so Dvorak weiter.

Laut Dvorak ist es absolut notwendig, das Bildungssystem zu reformieren, und zwar im Sinne einer Ganztags- und Gesamtschule:
"Dieses Konzept wird auch von ExpertInnen befürwortet. Auch wäre es an der Zeit, den 'Raum Schule' für SchülerInnen neu zu definieren -von einem Ort bloßer Wissensreproduktion hin zu einem Ort, an dem SchülerInnen Wissen und Freiräume erschließen können. Das einstige Vorzeige-Schulsystem, dem Gudenus so sehr nachtrauert, kann den Anspruch auf Fortschrittlichkeit sicher nicht erfüllen. Vielmehr war dieses auf eine Trennung zwischen Arm und Reich ausgerichtet - ganz gleich ob MigrantIn oder nicht. Aber wahrscheinlich ist das auch die eigentliche Stoßrichtung vom Herrn Magister Gudenus. Und das wundert nicht weiter, denn bei allen Ideen, die er öffentlich äußert, ist das Ablaufdatum schon mindestens seit einem halben Jahrhundert überschritten." (Schluss) wf/vs

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