Pröll zeichnet 50 NationalparkforscherInnen aus

Junge WissenschaftlerInnen sollen Forschung in Nationalparks neue Impulse geben

Wien (OTS) - Bei der Verleihung des Ersten Österreichischen Nationalpark-Forschungspreises, einer Initiative von Umweltminister Josef Pröll gemeinsam mit den Nationalparks Austria, erhielten gestern, Montag, insgesamt 50 DiplomandInnen Anerkennung und Unterstützung für ihre Beiträge zur Entwicklung unserer Nationalparks. Die Zahl der PreisträgerInnen spiegelt die Vielfalt der innovativen Projekte, die sich mit Fragen der Informationstechnologie, der Soziologie und Meinungsforschung, des Tourismus und des Marketings auseinandersetzen. Seit mehr als zehn Jahren laufen in den Nationalparks als "größtem Freilandlabor Österreichs" Forschungsprojekte der verschiedensten Fachdisziplinen. "Ziel des Ersten Österreichischen Nationalpark-Forschungspreises ist es, den Dialog mit Universitäten und Fachhochschulen zu vertiefen und neue Impulse für die Entwicklung der Nationalparks zu erhalten", betonte Umweltminister Josef Pröll anlässlich der gestrigen Festveranstaltung im Armin Szilvinyi Haus der Universität für Bodenkultur in Wien. ****

Die Anzahl der wissenschaftlichen Projekte in Österreichs Nationalparks hat sich gegenüber dem Jahr 2000 verdoppelt. Immer häufiger werden darüber hinaus Projekte mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt oder sind Teil überregionaler Forschungsvorhaben. Dafür werden auch vermehrt EU-Programme wie LIFE und INTERREG genutzt. Außerdem beschränken sich die Studien nicht mehr ausschließlich auf naturwissenschaftliche Fragestellungen, sondern involvieren zunehmend Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Forschung ist neben Ökosystemschutz, Bildung und umweltverträglichem Tourismus eine zentrale Aufgabe modernen Nationalparkmanagements. Da in diesen Schutzgebieten ein möglichst ungestörter Ablauf der natürlichen Entwicklung erfolgen soll, stellen sie ideale Räume für Bestandsaufnahmen, ökologische Langzeituntersuchungen und Dauerbeobachtung dar.

Die sechs österreichischen Nationalparks Hohe Tauern, Kalkalpen, Gesäuse, Thayatal, Donau-Auen und Neusiedler See-Seewinkel umfassen rund drei Prozent der österreichischen Staatsfläche. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft finanziert gemeinsam mit den Bundesländern den Betrieb. In den letzten 10 bis 15 Jahren wurde in den Nationalparks bei Forschung und Naturschutz viel geleistet. Die Nationalparks haben sich zu Zentren der Umweltbildung, zu regionalwirtschaftlichen Leitprojekten und zu Besuchermagneten entwickelt. Jährlich sind etwa 80.000 Schülerinnen und Schüler bei Projekttagen in den Nationalparks unterwegs, an über 2.000 Exkursionen und geführten Wanderungen nehmen jährlich ca. 50.000 Personen teil.

Details finden Sie unter www.nationalparks.or.at

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