Statement des stadtlabor Kabelwerk anlässlich der Bekanntgabe des "Gutachten zur Wiener Theaterreform" vorgelegt von der Wiener Theaterjury im November 2004

Wien (OTS) - Die nachdrückliche Empfehlung der Wiener Theaterjury für die Schaffung eines neuen Koproduktionshauses im stadtlabor Kabelwerk in Wien Meidling, erfüllt uns als Initiatoren, Projektentwickler und Betreiber mit großer Genugtuung und Freude.

Wird damit doch eines der innovativsten Kulturprojekte der letzten Jahre nicht nur entsprechend gewürdigt, sondern gleichzeitig auch eine nachhaltige Verbesserung der bislang unbefriedigenden ökonomischen Projektgrundlage angeregt.

Diese Gelegenheit bietet die Möglichkeit uns auch in aller Öffentlichkeit und mit allergrößtem Respekt, bei unseren bisherigen Kooperationspartnern zu bedanken. Sie alle haben durch unkonventionelle Herangehensweise, ihren Mut zum Experimentellen und mit dem Einsatz ihres kreativen Potentials, mit uns gemeinsam zum entscheidenden Erfolg des Kulturstandort Kabelwerk in Wien Meidling beigetragen.

Das stadtlabor Kabelwerk ist kein neues Theater für Wien.

Von seiner Zielsetzung, seiner prozesshaften Betreiberstruktur und der daraus resultierenden Dynamik des laufenden Betriebes, konnte der Standort über die Jahre zu einem weit über Österreich hinaus anerkannten, kulturellen Stadtlabor entwickelt werden. So gelang es diesem "atypischen", in einer peripheren Stadtregion implementierten Kultur - und Stadtentwicklungsprojekt überaus erfolgreich, sowohl neue Publikumsschichten anzusprechen, als auch,
mittels aufspürender und emanzipatorischer Projektstruktur,
den vielfältigsten Kulturformaten Wiens ein "Offenes Portal" zu erhalten.

Besonders erfolgreiche Kooperationen fanden im Bereich der Darstellenden Kunst statt.

Dieser Sektor, vorwiegend aus dem off- Bereich, nutzte die am Standort ebenso agierenden Potentiale aus den " Neuen Sektoren ", wie Design, graffity, Mode, urban tools etc und konnte von der sich daraus entwickelnden Interaktion nachhaltig profitieren.

In dem, von den Initiatoren des stadtlabor Kabelwerk eingereichten Konzept, finden sich die von der Theaterjury geforderten Kriterien für ein Koproduktionshaus
( interdisziplinärer, internationaler Theater und Performanceort mit starkem Labor-,Diskurs- und Werkstattcharakter! ) im Wesentlichen wieder.

Die vom stadtlabor Kabelwerk seit über 6 1/2 Jahren geleisteten Arbeiten im Bereich der Projektleitung sind bereits bis zur architektonischen und behördlichen Machbarkeit gereift.

In zahlreichen Planungsgesprächen und updates -
mit Eigentümervertretern, Stadtplanung, Bezirksvorstehung, der Ma 36V sowie den für den Bauabschnitt zuständigen Architekten -betreffend die zukünftige Nutzung und die damit verbundene fachgerechte Adaptierung , gelang es dem stadtlabor Kabelwerk, ein richtungsweisendes Profil für das 21.Jahrhundert zu erstellen.

Vergleiche mit schon bestehenden "Modellen wie der "Gessneralle -Zürich, oder dem "Kampnagel" - Hamburg etc., sind aus unserer Sicht nur bedingt förderlich, da die spezielle Geschichte des stadtlabor Kabelwerk eine signifikant einmalige und zudem eher mit dem "Nerve Center" in Derry, oder den ehemaligen "Nokia - Werken" in Helsinki vergleichbar ist.

Einen Vergleich mit dem Tanzquartier Wien wollen wir aus Rücksicht auf eine eigenständige Entwicklung vermeiden.

Ausgelöst durch die Pressekonferenz des Amtsführenden Stadtrat für Kultur, anlässlich der Präsentation des Gutachtens der Wiener Theaterjury zur Wiener Theaterreform, ist es seitens des Publikums, aber auch von Angehörigen aus der Offenen Theaterszene und den Medien, zu einer Fülle von Auskunftsbegehren an die Betreiber des stadtlabor Kabelwerk gekommen.

Wir beabsichtigen deshalb, in den kommenden Wochen zu einer Pressekonferenz einzuladen, um zu den am häufigsten gestellten Fragen

  • nach der bisherigen und künftigen Entwicklung des stadtlabor Kabelwerk
  • den qualitativen Merkmalen der Wiener Theaterreform samt beigeschlossenem Gutachten der Theaterjury
  • und zur Kulturentwicklung in der Bundeshauptstadt im Allgemeinen

öffentlich Stellung zu beziehen.

Wir ersuchen daher unsere kommende Terminankündigung
wohlwollend im Auge zu behalten.

stadtlabor Kabelwerk
die Konzeptverantwortlichen

Kurt Sedlak Erich Sperger

Rückfragen & Kontakt:

stadtlabor Kabelwerk
Erich Sperger
Tel.: 0676 510 36 56

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0012