SP-Sozial-Landesrat Ackerl: "Problemlösung durch Enzenhofer

0 Punkte nach PISA" Landesschulratspräsident Enzenhofer zieht bei PISA-Studie völlig falsche Schlüsse

Linz (OTS) - Ziemlich verwundert reagiert Sozial-Landesrat Josef Ackerl auf die Vorschläge des amtierenden Landesschulratspräsidenten Enzenhofer für eine Bildungsreform nach PISA II: "Ginge es nicht um die Zukunft unserer Kinder, könnte ich darüber nur herzhaft lachen!" Der ernste Hintergrund der Ergebnisse zwingt aber zu einer grundsätzlichen Diskussion aller jetzt geäußerten Vorschläge. In der Reaktion Enzenhofers sieht Ackerl aber eine klare Themenverfehlung. "Die Lösung nur in einer Begrenzung der MigrantInnenkinder und in der Ablehnung einer gemeinsamen Schule der 6-14-Jährigen zu suchen, zeigt die Rückwärtsgewandtheit der ÖVP-Bildungspolitiker!"

Mangelnde Deutschkenntnisse der MigrantInnenkinder sind sicher problematisch, aber: "Es liegt an Schwarz-Blau, endlich dem Kaputtsparen des Bildungssektors ein Ende zu setzen!" Darunter fällt für den Gemeindereferenten Ackerl auch eine Entlastung der Gemeindefinanzen: "Mit einer entsprechenden Finanzierungszusage könnten die Gemeinden ein kostenloses Kindergartenjahr mit einem vorschulischem Bildungsauftrag anbieten!" Dort könnten auch schon die mangelnden Deutschkenntnisse der MigrantInnenkinder behoben werden.

Jeglichen Weitblick spricht Ackerl dem Landesschulratspräsidenten in dessen Einschätzung einer gemeinsamen Schule der 6- bis 14-Jährigen ab. "Enzenhofer blickt grade mal über den Tellerrand nach Bayern und besinnt sich der ins vorletzte Jahrhundert gewandten Bildungsideologie der ÖVP!", so Ackerl. Etwas weiter zu blicken täte Enzenhofer gut, denn in Finnland, dem absoluten Studienersten, gibt es ein solches Modell. Und die Shootingstars der Studie, die Polen, die sich ins Mittelfeld neben Deutschland hochgearbeitet haben, haben in einer Bildungsreform ebenfalls eine gesamtschulähnliche Mittelstufe in ihr Bildungssystem eingezogen. "Enzenhofer mag durchaus die Studie 'differenziert betrachten', seine Problemlösungskompetenz stelle ich allerdings in Frage", so Ackerl abschließend.

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