Binder: Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten auf dem Rücken der Frauen

Wien (SK) Das Weihnachtsgeschäft ist die anstrengendste Zeit für die Handelsangestellten. Besonders, seit die Ladenöffnungszeiten liberalisiert wurden. Da fast drei Viertel der Handelsangestellten Frauen sind, sind sie von den neuen Ladenöffnungszeiten am stärksten betroffen. Denn noch immer gibt es nicht genügend Kinderbetreuungseinrichtungen, die sich mit ihren Öffnungszeiten der Arbeitszeit der Eltern anpassen. "Die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten wird auf dem Rücken der Frauen ausgetragen und steht im krassen Widerspruch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf", betonte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder, Frauenvorsitzende der SPÖ-Niederösterreich, am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ und weist u.a. auch auf die fehlenden öffentlichen Verkehrsmitteln hin. ****

Ohne eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und eine Optimierung der Kinderbetreuungseinrichtungen werden besonders Alleinerzieherinnen und Familien mit Kindern vor beinahe unlösbare Probleme gestellt.

Außerdem: "Mit dem Wegfallen der Regelung, wonach jeder zweite Samstag arbeitsfrei bleiben muss, haben wir im Prinzip die sechs Tage-Woche im Handel wieder eingeführt. Daher ist die Arbeitszeitregelung nicht nur arbeitnehmerInnen- und frauenfeindlich, sondern auch zutiefst familienfeindlich", so Binder abschließend. (Schluss) up/mm

Einen Überblick über die Arbeitszeitregelungen für Handelsangestellte bietet die GPA auf ihrer Homepage: www.gpa.at.

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