Glawischnig zu Klimakonferenz: Kyoto nur erster Mini-Schritt

Grüne für weitere massive Reduktion der Treibhausgase

Wien (OTS) - "Die bisherigen Bemühungen um den globalen
Klimaschutz werden nicht reichen, um die Erderwärmung auf einem verträglichen Maß zu stabilisieren. Kyoto ist nur ein Mini-Schritt für den Klimaschutz. Die Klimakonferenz in Buenos Aires muss daher neben den offenen technischen Fragen des Kyoto-Protokolls vor allem die politischen Weichen für eine massive Reduktion klimaschädlicher Gase nach Kyoto stellen", fordert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen. Langfristiges Ziel müsse die Reduktion der globalen Treibhausgase um 80% (gegenüber dem Stand von 1990) bis zum Jahr 2050 sein. Nur dann sei der Anstieg der Erderwärmung laut Angaben des renommierten International Panel on Climate Change (IPCC) auf maximal plus 2 Grad Celsius über der derzeitigen globalen Durchschnittstemperatur eingrenzbar und eine globale Klimakatastrophe vermeidbar.

"Die EU muss eine Vorreiterrolle einnehmen und in einem nächsten Schritt ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30% unter das Niveau von 1990 senken", fordert Glawischnig. Zum Vergleich: Durch das Kyotoprotokoll ist die EU verpflichtet, ihre Emissionen bis 2010 um 8% unter das Niveau von 1990 zu senken. "Leider sind die EU und vor allem Österreich, das bereits zu den EU-Klimaschutz-Schlusslichtern zählt, weit davon entfernt, das Mini-Ziel des Kyotoprotokolls bis 2010 zu erreichen. Dies darf aber nicht als Ausrede verwendet werden, um die nötige Vereinbarung von Zielen über 2010 hinaus zu verschleppen", warnt Glawischnig, die darauf hinweist, dass der Klimawandel die wahrscheinlich größte globale Umweltbedrohung der kommenden Jahrzehnte bedeute.

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