Gradwohl fordert klares Bekenntnis der Regierung zu "Projekt Spielberg"

Schüssel darf Land Steiermark nicht im Regen stehen lassen -Zukunft der Region gefährdet

Wien (SK) Ein "klares Bekenntnis zu einer ideellen wie materiellen Unterstützung des 'Projekts Spielberg'" fordert SPÖ-Abgeordneter Heinz Gradwohl von der Bundesregierung. Nach der gestrigen Aufhebung des Genehmigungsbescheids stehe das Projekt plötzlich vor dem Aus, "ohne ein deutliches Signal der Regierung Schüssel vermutlich für alle Zeiten", so Gradwohl am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. In Anbetracht der enormen Chancen für die Region Aichfeld/Murboden müsse Bundeskanzler Schüssel dringend handeln: "Schüssel darf das Land Steiermark jetzt nicht im Regen stehen lassen", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete. Neben der direkten Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen erhoffe man sich eine Belebung und Steigerung der Wirtschaftskraft für die Region weit über die Grenzen des Tourismus hinaus. ****

Schon in den vergangenen Wochen habe sich der Eindruck verstärkt, dass das Projekt ins Stocken geraten sei, führte Gradwohl weiter aus. In einem ausführlichen Gespräch mit Verantwortlichen vor Ort trat dies laut dem SPÖ-Abgeordneten "dramatisch zu Tage", wobei sich Projektinitiator Dietrich Mateschitz zu Wort gemeldet habe und glaubhaft versicherte, die Vorbereitungsarbeiten würden auf vollen Touren laufen. Wenn Mateschitz nun davon spreche, für ihn sei das Projekt "erledigt", verstehe Gradwohl diese Aussage "als Zeichen des Zorns gegen eine Bundesregierung, die sich bislang nur mit halbherzigen Lippenbekenntnissen zum Projekt geäußert hat". In der Region Aichfeld/Murboden seien "nicht einmal kritische Bürgerinitiativen gegen das Projekt selbst" gestartet worden, weshalb ein parteiübergreifender Schulterschluss für dieses wichtige Wirtschafts- und Tourismusprojekt angesagt sei.

Abschließend erlärte Gradwohl, bereits vor Bekanntwerden der Probleme rund um das Projekt Spielberg gemeinsam mit dem SPÖ-Abgeordneten und Tourismussprecher im Parlament, Dietmar Hoscher, einen Entschließungsantrag im Nationalrat vorbereitet zu haben, der von der Bundesregierung ein "laut hörbares, klar sichtbares Zeichen der Unterstützung" einmahnt. Für die Regierung sei diesbezüglich nun die Stunde der Wahrheit angebrochen, schloss Gradwohl. (Schluss) wf/vs

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