Grüne kritisieren Anstieg von Delogierungen

Wien (OTS) - Ein Kontrollamtsbericht liege vor und bestätige die jahrelange Kritik der Grünen, dass Delogierungen aus Gemeindebauten ansteigen würden, betonte Klubobfrau Mag. Maria Vassilakou am Dienstag in einem Pressegespräch der Grünen. Wie sie ausführte, sei die Anzahl der Delogierungen von MieterInnen von 885 im Jahr 1999 auf 1.209 im Jahr 2003 gestiegen. Insgesamt wären laut Kontrollamt rund 1 Prozent der Mieter der insgesamt rund 540.000 Privat- und Genossenschaftswohnungen von Wohnungslosigkeit bedroht, in Gemeindewohnungen seien es doppelt so viele.

Aufgrund dieser Entwicklung präsentierten die Grünen ein Präventionsprogramm, das, wie Vassilakou hervorhob, zwar Geld kosten, a la longue aber der Stadt sparen helfen würde. Dieses Programm beinhaltet eine einheitliche Beratungsstelle, umfassende Prävention und eine differenzierte Betreuung. Die vom Fonds Soziales Wien verwalteten Häuser sollten nach spezifischen Zielgruppen organisiert werden. Laut Kontrollamt würden der Stadt Wien allein an geleistetem Monatssatz in den vier Einrichtungen (Salztorzentrum, Vinzenzhaus, Haus Juca und Haus Miriam) durchschnittlich 504 Euro Kosten pro Monat entstehen, in anderen Häusern noch deutlich mehr Kritik übte Vassilakou auch daran, dass die Häuser "Hernals" und "Kastanienallee" in ihrer Ausstattung zu wünschen übrig lassen würden.

Die Problematik rund um die Obdachlosigkeit wollen die Grünen in der kommenden Sitzung des Gemeinderates thematisieren.

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