Österreichs PISA-Absturz: Gesamtschule als Weg aus der Krise

Jugendvertretung fordert rasche Maßnahmen über Parteigrenzen hinweg

Wien (OTS) - "Das Hickhack der Parteien um Schlagworte geht nun schon wieder los: Ob sie nun Gesamt-, Ganz-, Komplettschule oder Total- oder Globalschule heißt, mag für Partei- und PR-Strategen wichtig sein. Uns ist wichtig, dass Kinder in einer Gesamtschule je nach ihren Begabungen gefördert werden und Spaß am Lernen haben", so Iris Hoheneder, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV). Die BJV fordert rasche Maßnahmen über Parteigrenzen hinweg, um die Situation der österreichischen Schulen nach dem Rückfall in der PISA-Studie wieder zu verbessern. "Schule und Bildung waren immer schon sehr heikle, weil ideologisch stark besetzte Themen, aber an dem Kästchendenken der Parteien muss sich schnell etwas ändern", analysiert Hoheneder. Die BJV fordert daher einen breiten Schulreform-Dialog abseits der alten ideologischen Scheuklappen der Parteien.

Die PISA-Studie zeigt, dass die frühe Selektion der Schultypen in Österreich zu immer größeren Leistungsunterschieden führt. Besonders alarmierend ist, dass vor allem jene SchülerInnen schlecht abgeschnitten haben, die eine Hauptschul-Ausbildung genossen haben. Als Erstmaßnahmen fordert die BJV deshalb die Einführung einer 9-jährigen Gesamtschule und ein breiteres Angebot an Ganztagesschulen. "Wir wollen mit diesem Gesamtschul-Modell, das sich in Finnland bewährt hat, gegensteuern. Warum sollen wir uns nicht von den Siegern etwas abschauen, wenn’s dort funktioniert?" meint Hoheneder und betont abschließend: "Es ist Zeit, die Kinder in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen. Schule ist kein Aufbewahrungsort. Lernen soll allen Beteiligten Spaß machen und Schule ist der Ort, an dem das vermittelt wird."

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