Rossmann für komplette Reform des Unterrichts und der Unterrichtsmethodik

Auch das Thema "Gesamtschule" müsse angesprochen werden

Wien, 2004-12-06 (fpd) - Rund um die Präsentation der Ergebnisse der PISA-Studie 2003 betonte die freiheitliche Bildungssprecherin Mares Rossmann noch einmal, dass hier großer Handlungsbedarf bestehe -erstmals zeichne sich auch die Chance ab erstarrte Strukturen aufzubrechen, "wenn die SPÖ im Bezug auf die 2/3 Mehrheiten in der Schulgesetzgebung hält was sie verspricht."****

"Die bei PISA aufgezeigte Leseschwäche und das schlechte Abschneiden in Mathematik vor allem bei den Burschen ist etwas dass die Wirtschaft schon seit Jahren feststellt, nämlich das Jugendliche bei Lehrantritt oft nicht einmal die Grundrechnungsarten beherrscht werden und es sogar beim Kopfrechnen große Schwierigkeiten gibt." Rossmann fordert nun eine komplette Reform des Unterrichts und der Unterrichtsmethodik: einen fächerübergreifenden Unterricht vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern, um den Stoff zu vertiefen und auch interessanter zu gestalten. Rossmann fordert weiters auch einen praxisorientierten und durchaus auch fächerübergreifenden Fremdsprachenunterricht.
Eine große Chance sieht Rossmann auch in den neuen pädagogischen Hochschulen. Hier könne in Zukunft eine noch bessere didaktische und pädagogische Ausbildung vor allem auch für AHS Lehrer ermöglicht werden.
Einen großen Einschnitt sieht Rossmann auch in einem Generationswechsel bei den Lehrern, da noch einige Lehrer aus der Lehrerschwemme der 70iger Jahre stammen die sich in den nächsten Jahren vor ihrer Pensionierung befinden und sich vielfach den neuen, modernen Lernmethoden verschließen würden.
Erfreut zeigt sich Rossmann darüber, dass nun Bewegung in Bereichen entsteht, die bisher von den Gewerkschaften wie heilige Kühe gehütet wurden.
Hier seien zum Beispiel Nachprüfungen in der letzten Woche der Ferien genannt, die von Seiten der FPÖ schon seit dem Sommer 2003 gefordert werden. Weiters solle der Unterricht auch bis in die letzte Schulwoche hinein andauern und die administrativen Tätigkeiten in die erste Ferienwoche verlegt werden.
Der Förderunterricht durch Lehrer in der unterrichtsfreien Zeit, das heißt am Nachmittag aber auch in den Ferien sollte kein Tabuthema mehr sein und könnte helfen die Milliardenkosten für Nachhilfestunden zu senken so Rossmann.

Auch das Thema "Gesamtschule" müsse angesprochen werden, so Rossmann. "Wenn die Gesamtschule keine Schulform der Gleichmacherei und des nach unten nivellieren der Leistungen im Sinne alter SP-Vorstellungen sein soll, sondern ein Schule mit bester Förderung der Begabten wie auch der Schwachen, dann sind wir zu Gesprächen und zu einem Reformprozess jederzeit bereit", so die freiheitliche Bildungssprecherin.
Einer verpflichtenden Ganztagsschule erteilt Rossmann jedoch eine klare Absage. Das könne auf freiwilliger Basis funktionieren, mit einem geregelten Mittagessen und wechselnden Freizeit, Ruhezeit und Unterrichtseinheiten, so Rossmann.
Erfreut zeigt sich Rossmann auch über Bundesministerin Gehrer, die sich der freiheitlichen Forderung nach Frühförderung vor allem im sprachlichen Bereich anschließt und von sich aus fordert, dass sich die Kinder bereits ein Jahr vor Schulbeginn bei den Schulen eintragen lassen und in weiterer Folge dann die Unterrichtssprache erlernen können.
PISA habe in jedem Fall für Bewegung im österreichischen Bildungssystem gesorgt. Hier müsse man nun an die Verantwortung der SPÖ appellieren, sich dem Reformprozess nicht in den Weg zu stellen und vor allem im Österreich-Konvent die Ankündigungen nach einem Mittragen der Beschlüsse zur Aufhebung der bisher notwendigen 2/3 Mehrheiten im Bereich der Schulgesetzgebung auch umzusetzen, so Rossmann abschließend.

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