Leitl zu Strommarkt: Wirtschaft begrüßt Untersuchungsergebnisse Boltz/Barfuss

WKÖ-Präsident: Wettbewerb im österreichischen Strommarkt fördern - "Oberster Wettbewerbshüter und Stromkontrollor stützen unsere Argumentation"

Wien (PWK909) - Eine Senkung des Strompreises durch günstigere Netztarife und mehr Wettbewerb fordert Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, als Konsequenz des nun vorliegenden Zwischenberichts zur Wettbewerbssituation am heimischen Strommarkt. "In dem Bericht stützen der oberste Wettbewerbshüter und der oberste Stromkontrollor unsere Argumentation, wonach es am österreichischen Strommarkt an Wettbewerb mangelt." Der Zwischenbericht zeige, so Leitl, aber auch Wege auf, um zu hohe Strompreise zu beseitigen und mehr Wettbewerb zu schaffen.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung von Walter Barfuss, dem Leiter der Wettbewerbsbehörde, und Walter Boltz, dem Leiter der E-Control, leitet Präsident Leitl konkrete Forderungen ab:

" Es bestehe kein Grund, die österreichische Stromlösung

endgültig vertraglich und operativ umzusetzen. Die Vertragsverhandlungen für die ÖSL sind nicht nur vorläufig auszusetzen, sondern müssen auf unbestimmte Zeit - zumindest bis es einen funktionierenden Wettbewerb gibt - eingestellt werden.
" Die Wirtschaftskammer begrüßt die Absicht des Energie-Regulators, die Durchleitungs-Tarife für Strom nachhaltig abzusenken.

" Ermittlung der Potenziale für die Senkung der Netzkosten in Zukunft mittels eines Benchmarks

Das Absenken der Netztarife in Österreich in Richtung einer Anpassung an ein durchschnittliches europäisches Niveau führt nachweislich zu keiner Einschränkung der Versorgungssicherheit. Wenn aber die Versorgungslücke zwischen Ost- und Südösterreich auf der höchsten Spannungsebene durch den Bau der 380 KV-Leitung in der Steiermark nicht bald geschlossen wird, könnten Versorgungsengpässe in Südösterreich und damit eine Gefährdung des Wirtschafts- und Produktionsstandortes nicht ausgeschlossen werden. Daher unterstützt die Wirtschaftskammer den Verbund nachdrücklich in seinem Bestreben, ehestmöglich den Bau der fehlenden 380 KV-Teilstücke in der Steiermark und in Salzburg zu starten.

Bei den Marktuntersuchungen von Boltz/Barfuss sei, so Leitl, weiters zu Tage getreten, "dass in etlichen Fällen Offerte und Lieferverträge für Strom alles andere als transparent und verständlich sind", kritisiert Leitl All-inclusive-Verträge für Betriebe.

Nun müsse es in diesen Punkten - Tarifsenkung, Schaffung von Wettbewerb und Transparenz - rasch weitere Gespräche geben, "und zwar auf Basis der sachlichen Grundlage, die mit dem Bericht vorliegt", fordert der WKÖ-Chef. Leitl dankt auch Wirtschaftsminister Bartenstein, der mit seinem Prüfauftrag an Boltz/Barfuss "Bewegung in die Stromszene gebracht und damit dem Standort Österreich geholfen hat." (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Mag. Rupert Haberson
Tel.: (++43) 0590 900-4362
Fax: (++43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0008