Frais: Moderne Bildungspolitik braucht neue Bildungsministerin

"Gehrer hat bewiesen, dass sie nicht Lokomotive, sondern Bremsschuh der Bildungspolitik ist"

Linz (OTS) - "Planlos und die politische Verantwortung
verweigernd" agiere Bildungsministerin Gehrer, indem sie sich angesichts des PISA-Debakels zur Moderatorin einer offenen Bildungsdiskussion hochspiele, stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. "Nach dem Motto ‚Kommt zu mir und sagt mir, was ich besser machen soll‘, verweigert Gehrer jede Minister-Verantwortung für ihre gescheiterte Bildungspolitik und zeigt sich völlig ideen- und planlos, wie die bestehende Bildungskrise gemeistert werden könne". Es gäbe ausreichend moderne Ideen und Vorschläge, um den Bildungssektor zu verbessern, doch seien diese wiederholt von der ÖVP aus ideologischen Gründen abgelehnt worden, ruft Frais in Erinnerung. "Wenn eine Bildungsministerin selbst Stunden- und Personalkürzungen anordnet, jedoch die Verantwortung für die Bildungsmisere hauptsächlich bei Eltern, Lehrern und Schülern sucht, dann unterstreicht sie, dass ihr die für eine moderne Bildungspolitik nötige Offenheit fehlt", so Frais.

Um den festgefahrenen Karren des österreichischen Bildungssystems wieder flott zu kriegen, brauche es eine engagierte Bildungs-Lokomotive und keinen Hemmschuh für innovative Ideen à la Gehrer. "Mit ihrer ideologischen Ablehnung zahlreicher Ideen der Zukunftskommission, die von Gehrer selbst einberufen wurde, hat die Bildungsministerin erneut bewiesen, dass sie moderne Bildungspolitik ablehnt. Sie verkennt ihre Rolle als Bildungsministerin - dieses Amt ist kein passiv-bewahrendes, sondern ein aktiv-gestaltendes", betont der SP-Klubchef.

"Sollte Ministerin Gehrer je aufgeschlossene bildungspolitische Überlegungen gehabt haben, dann hat sie diese während ihrer 10jährigen Tätigkeit als Bildungsministerin streng geheim gehalten", kritisiert Frais. Die PISA-Ergebnisse seien kein Anlass zum langen Diskutieren, sondern zum zielgerichteten Handeln. "Wenn eine Ministerin bei einem solch offensichtlichen Versagen ihrer Politik weder Lösungen parat hat, noch bereit ist die Verantwortung zu übernehmen, dann ist diese Ministerin unfähig das österreichische Bildungssystem auf den notwendigen Weg der Erneuerung zu führen", fordert der SP-Klubobmann Konsequenzen.

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