Reform des Gehaltsschemas im Sparkassensektor erfolgreich abgeschlossen

Sparkassenverband und GPA: "Modernes, leistungsförderndes und flexibles Gehaltsschema verbessert Konkurrenzfähigkeit der Sparkassen und sichert Arbeitsplätze"

Wien (OTS) - Der Sparkassenverband und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) haben ihre Verhandlungen über ein neues Gehaltsschema im Kollektivvertrag für die Mitarbeiter im Sparkassensektor erfolgreich abgeschlossen. Damit sind die Sparkassen der erste Kreditsektor in Österreich, der seinen Mitarbeitern ein attraktives, leistungsförderndes und flexibles Gehaltssystem anbieten kann, das den heutigen Anforderungen des Wirtschafts- und Arbeitslebens gerecht wird.

"Das neue Gehaltsschema ist eine moderne, zukunftsweisende Lösung. Wir sind fest davon überzeugt, dass es mit der umfassendsten Reform des Kollektivvertrages in der Geschichte der Sparkassen gelingen wird, nicht nur die Arbeitsplätze in den Instituten langfristig abzusichern, sondern auch die Konkurrenzfähigkeit und Ertragskraft der Sparkassen nachhaltig zu verbessern", erklärten Präsident Josef Kassler, Generalsekretär Michael Ikrath und Verhandlungsführer Rupert Dollinger (Erste Bank) für den Sparkassenverband sowie Hedwig Fuhrmann (Bundesausschuss "Finance"), Günter Benischek (Wirtschaftsbereichsgemeinschaft "Finance") und Karl Proyer (Geschäftsbereich Interessenvertretung) für die GPA bei einer gemeinsamen Präsentation des neuen Gehaltsschemas im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Vorteile für alle

Das neue Gehaltsschema des Sparkassensektors hält eine optimale Balance zwischen kollektiver Sicherheit und individuellen Chancen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seine Struktur ist deutlich flexibler als das alte KV-Schema. Ein gleitender Übergang in das neue Gehaltssystem garantiert, dass die bestehenden Mitarbeiter vom alten wie auch vom neuen Gehaltsschema profitieren können. Der Umstieg vom alten in das neue Schema wird keine Kostensteigerungen in den Sparkassen auslösen. Gleichzeitig ist der Geltungsbereich des Kollektivvertrags eindeutig gesichert.

Flexibilität statt Automatik

Im neuen Gehaltsschema wird die Zahl der Verwendungsgruppen erweitert. Statt bisher 30 wird es nur mehr neun Vorrückungsstufen geben. Die Vorrückung erfolgt nicht mehr automatisch für alle Mitarbeiter jedes Jahr. Je nach Vorrückungsstufe kann die Verweildauer zwischen einem und vier Jahren betragen. Der Umstieg in eine höhere Verwendungsgruppe wird jedoch erleichtert und das Schema somit durchlässiger und flexibler. Damit wird mehr Spielraum für faire, leistungsbezogene Bezüge geschaffen, unabhängig vom Alter des Mitarbeiters.

Leistung + Kompetenz = mehr Gehalt

Künftig wird jeder Mitarbeiter durch seine persönliche Leistung mitbestimmen können, wie sich sein Gehalt entwickelt. Wer zusätzliche Qualifikationen erwirbt, kann rascher in den Gehaltsstufen vorrücken und schneller mehr verdienen. Kollektivvertraglich verankerte Kompetenzkriterien garantieren eine stärker leistungsorientierte und nachhaltig wirkende Entlohnung. Wer die Vorrückungsstufe 9 erreicht hat und weitere Qualifikationen erwirbt, kann sein Gehalt zusätzlich mit einem Bonus in Form einer befristeten Zulage aufbessern.

Höhere Einstiegsbezüge

Jüngere Mitarbeiter erhalten künftig bis zu 15% höhere Einstiegsbezüge. Damit werden die Sparkassen als Arbeitgeber für gut ausgebildete Berufsanfänger attraktiver.

Ab 2005 ein Schema für alle

Das neue Gehaltschema gilt grundsätzlich für alle Neueintretenden und alle bestehenden Mitarbeiter mit Beginn des Jahres 2005. Somit wird es nur mehr ein Gehaltsschema für alle geben. In den sogenannten Betriebsvereinbarungssparkassen werden zunächst Verhandlungen über Änderungen der Betriebsordnungen auf Basis des neuen Kollektiv-vertrages geführt, die im Laufe der ersten Monate des nächsten Jahres abgeschlossen werden sollen.

Gleitender Übergang sichert Erwartungsschutz

Jeder bereits beschäftigte Mitarbeiter rückt mit 1.1.2005 noch um eine Stufe im "alten System" vor, sofern er nicht ohnehin schon "plafondiert" ist. Sobald die technischen und organisatorischen Vorarbeiten abgeschlossen sind, erfolgt im Laufe des Jahres 2005 die fixe Einstufung in das neue Gehaltsschema. Besonderen Wert haben die Verhandlungspartner auf den Erwartungsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt. Daher wird die Systematik des alten Schemas im neuen Gehaltsschema für eine bestimmte Zeit durch eine individuelle Ausgleichszulage und sogenannte Bonusstufen abgebildet. Die Höhe des Gehalts bleibt somit auch nach der Einstufung im neuen Gehaltsschema gleich.

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