Leitl: Postpartnerschaften sind eine Win-win-win-Stituation und bringen allen etwas

"Letter of Intent" zum Ausbau der Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Post unterzeichnet - Bringt Verbesserung der Rahmenbedingungen für bereits bestehende und zukünftige Postpartner

Wien (PWK908) - "Mit den qualifizierten Interessenten für eine Postpartnerschaft macht die Wirtschaft der Post ein qualitativ und quantitativ hochwertiges Angebot", freute sich Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, heute, Montag, vor Journalisten anlässlich der Unterzeichnung des "Letter of Intent" zum weiteren Ausbau der Partnerschaft zwischen der Österreichischen Post AG und der Wirtschaftskammer Österreich. Von den 357 zu schließenden Postämtern können rund ein Drittel - rund 100 Postämter - durch Postpartner ersetzt werden.

Leitl betonte die Win-Win-Win-Situation, die Postpartnerschaften bedeuten: "Für die Konsumenten, die Postdienstleistungen in Anspruch nehmen können und gleichzeitig mit ihren Postgeschäften auch Einkäufe erledigen können; für die Postpartner-Unternehmen, die sich über mehr Kundenfrequenz und damit über mehr Umsatz freuen können; und für die Post, die einen Versorgungsauftrag hat und betriebswirtschaftlich funktionieren muss."

Die Erwartungen in die 2001 vertraglich vereinbarte Postpartnerschaft hätten sich in höchstem Maße erfüllt: Von damals 126 Postpartnern existieren derzeit 122. Dass die Postpartnerschaft ein Modell sei, "das hervorragend funktioniert, beweisen diese 122 Postpartner tagtäglich aufs Neue, die Postdienstleistungen so durchführen, dass ihre Kunden zufrieden sind - denn ausschlaggebend sind die Konsumenten", so Leitl. Dieses funktionierende Konzept werde nun ausgebaut, verbessert und fortgeführt.

Gemeinsam mit Post-Vorstand Herbert Götz und Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ, unterfertigte Leitl heute den Vertrag über den weiteren Ausbau der Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Post. Darin festgeschrieben sind die verbesserten Rahmenbedingungen sowohl für bereits bestehende als auch für zukünftige Postpartnerschaften, die zwischen Post und Wirtschaftskammer ausverhandelt worden sind:

" Erhöhung des Investitionszuschusses für Postpartner-Betriebe

von derzeit 60 auf 85 Prozent. Die WKÖ verpflichtet sich, in Gesprächen mit Bund und Ländern für die Bedeckung der restlichen 15 Prozent zu sorgen.
" Halbierung der Online-Gebühr von derzeit 108 auf 54 Euro pro Monat sowohl für bestehende als auch für neue Postpartnerschaften und damit
" Anbindung der Provisionsgebühren, die Postpartner für erbrachte Leistungen bekommen, an den Verbraucherpreisindex (VPI) mit 1.1.2005.

Die Bundessparte Handel der WKÖ hat in den vergangenen Tagen auf Basis der "Schließungspläne" der Post in allen Bundesländern eine Erhebung gestartet, die helfen soll, neue Postpartner zu finden.

Post-Vorstand Götz bezeichnet die Schaffung von fremdbetriebenen Poststellen als Schritt auf dem Weg in die europäische Normalität:
Während nämlich beispielsweise in Deutschland 60 Prozent, in Dänemark 67 und in Spanien gar 88 Prozent der Poststellen nicht von der Post selbst betrieben werden, betrage dieser Wert in Österreich derzeit gerade einmal 13 Prozent. Mit der verbesserten Basis, auf die das bewährte System Postpartnerschaft durch den neuen Vertrag gestellt wurde, habe jemand, der Postpartner wird, "die Sicherheit, sich auf einen planbaren Weg zu begeben", so Götz.

Handelsobmann Lemler begrüßte die Verbesserung der Vertragsbedingungen für seine Mitgliedsunternehmen und merkte an, dass es sich bei der Postpartnerschaft "um die günstigste Alternative für die Post handelt." Weiters strich er den mit dem neuen Vertrag geschaffenen größeren Anreiz Postpartner zu werden und die Bedeutung des Handels für die Gesellschaft hervor: "Wir sind diejenigen, die Kommunikation ermöglichen, die Brücken schlagen zur wachsenden Zahl von älteren, nicht so mobilen Menschen." Lemler schlug die Schaffung von "Nahversorgungszentren" vor: "Darunter verstehe ich die Sammlung und Bündelung aller Kräfte - also Post bzw. Postpartner, Lebensmittelhändler, Trafikanten, Tourismusbetriebe und andere - an einer Örtlichkeit", konkretisierte der Handelsobmann seinen Vorschlag. (JR)

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