PISA-Studie: Eine Bestandsaufnahme im "Report"

Und: Wer hat von der "Geisel-Übung" der Freistädter Rekruten gewusst?

Wien (OTS) - Nach den schlechten Ergebnissen Österreichs bei der PISA-Studie soll nun alles besser werden, geloben die Politiker. Doch die Verantwortlichen haben wertvolle Jahre verloren. Nach der ersten PISA-Studie vor drei Jahren haben sie sich vor allem darüber gefreut, dass Österreich besser abgeschnitten hat als Deutschland, und haben deswegen die Warnsignale nicht ernst genug genommen. Ein Bericht von Klaus Dutzler und Robert Wiesner im "Report", präsentiert von Birgit Fenderl, am Dienstag, dem 7. Dezember 2004, um 21.05 Uhr in ORF 2.

Die Schwachstellen

Auffällig sind die Schwächen an den Berufs- und vor allem Polytechnischen Schulen. Laut PISA-Studie können mehr als die Hälfte der Schüler an Polytechnischen Schulen nicht ausreichend lesen, in Berufsschulen sind es immerhin mehr als ein Drittel. Was sind die Gründe: Experten kritisieren die Selektion im österreichischen Schulsystem und fordern, schon im Vorschulalter anzusetzen. Michael Klonfar und Sigrid Smejkal berichten.

Schikane beim Heer

Nach den Misshandlungen von Grundwehrdienern in der Kaserne Freistadt sprechen alle Verantwortlichen von einem Einzelfall. Ein Unteroffizier soll an den Rekruten seine eigene Spezialausbildung ausprobiert haben. Doch Offiziere stellen die Frage, ob die Ausbildung österreichischer Soldaten noch zeitgemäß ist und ob in Extremfällen die Dienstaufsicht funktioniert. Wer hat was von der "Geisel-Übung" der Freistädter Rekruten gewusst und warum konnte die Affäre so lange geheim bleiben? Ein Bericht von Ernst Kernmayer und Martin Pusch.

Lockeres Skalpell

Führen manche Krankenhäuser vermehrt Operationen ohne medizinische Notwendigkeit durch, um eine bessere wirtschaftliche Auslastung zu erreichen? Eine brisante Statistik des Hauptverbandes legt diesen Verdacht nahe, besonders bei kleinen Provinzspitälern, die um ihren Standort kämpfen. In der Steiermark ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft. Jörg Hofer und Eva Maria Kaiser berichten.

Die Dörfer sterben

Postämter werden geschlossen, Gendarmerieposten verlegt, Gasthäuser und Greißler sperren zu - in vielen Dörfern wird die Infrastruktur immer dünner. Die Bewohner finden weder Arbeit noch Nahversorgung im Ort. Die Folgen für den ländlichen Raum sind fatal, denn für viele Dorfbewohner gibt es nur noch Auspendeln oder gleich Abwandern. Die regionale Raumplanung hat in vielen Regionen versagt. Ernst Johann Schwarz und Alexander Sattmann haben sich auf dem Lande umgesehen und ein Dorf im Waldviertel besucht.

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