LKH Klagenfurt: Station für Palliativmedizin nimmt Betrieb auf

LHStv. Ambrozy: Kärnten nimmt bei Schmerzbehandlung Vorreiterrolle ein und verfügt über eine hochwertige Versorgung in der Palliativmedizin

Klagenfurt (LPD) - Im Klagenfurter Landeskrankenhaus wurde heute, Montag, die Station für Palliativmedizin, die erste in Kärnten, offiziell vorgestellt. Die neue Station verfügt über 14 Betten und wird von Univ. Doz. Rudolf Likar geleitet. Ihren offiziellen Betrieb nimmt die neue Station diesen Donnerstag auf. Seitens des Landes Kärnten wurden 468.000 Euro in diese wichtige medizinische Einrichtung investiert.

Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy nannte die neue Station Schrittmacher und Zentrale für eine flächendeckende palliativmedizinische Versorgung in Kärnten. "Mit der neuen Station wird nicht nur die medizinische Versorgung um ein wichtiges Angebot erweitert, sie ist auch der zentrale Bereich eines neuen medizinischen Palliativ-Netzwerkes in Kärnten", sagte Ambrozy. In diesem Netzwerk sind zukünftig auch die Palliativstationen im LKH Villach, sie wird 2005 eröffnet, das Krankenhaus St. Veit, ambulante Palliativteams, Palliativ-Konsiliarteams auf allen bettenführenden Stationen des LKH Klagenfurt, niedergelassene Ärzte und die Hauskrankenhilfe eingebunden. "Damit erreichen wir in der Palliativmedizin eine qualitativ hochwertige Versorgung für alle Kärntnerinnen und Kärntner", so Ambrozy.

Seitens des Gesundheitsreferenten wurden auch der Einsatz und das Engagement der MitarbeiterInnen und Fachkräfte hervorgehoben, die bereits bisher in diesem medizinischen Bereich tätig waren. "Die interdisziplinäre Schmerzambulanz am Landeskrankenhaus Klagenfurt bestehend aus Anästhesisten, Neurologen, Neurochirurgen, Orthopäden, Radiologen und klinischen Psychologen hat sich mittlerweile als herausragendes Kompetenzzentrum etabliert", so Ambrozy. Derzeit werden jährlich rund 4.000 Patienten behandelt. Zudem wird intensive Forschungs- und Fortbildungsarbeit geleistet und seit zehn Jahren wird in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Erlangen ein Schmerzkurs für Ärzte abgehalten, der auf großes Interesse stößt.

Wie wichtig die neue Station ist, belegt auch eine Umfrage, die im Auftrag der Interdisziplinären Schmerzklinik LKH Klagenfurt und der Fachhochschule Technikum Feldkirchen unter mehr als 500 Personen im Alter über 65 Jahren durchgeführt wurde. Sie zeigt, dass fast 60 Prozent aller Kärntnerinnen und Kärntner unter chronischen Schmerzen leiden. 7,1 Prozent der Befragten gaben an, unter, ‚unerträglich starken’, 13,6 Prozent unter, ‚sehr starken’ Schmerzen zu leiden. Bei 84,2 Prozent besteht der Schmerz seit Jahren, und 37 Prozent der betroffenen Männer sowie 51,3 Prozent der Frauen sind wegen ihrer Schmerzen zeitweise traurig und niedergeschlagen.

Das Palliativversorgungskonzept für Kärnten umfasst 14 Betten im LKH Klagenfurt und ab 2005 weitere zwölf Betten im LKH Villach. Vier Palliativbetten im KH St. Veit sind bereits im Betrieb. Am 5. März 2005 wird zudem die Schmerzklinik (Zentrum für interdisziplinäre Schmerztherapie, Onkologie und Palliativmedizin; kurz ZISOP) am LKH Klagenfurt unter der Leitung von Univ. Doz. Likar eröffnet. Damit nimmt Kärnten in der Schmerzmedizin zukünftig eine Vorreiterrolle in Österreich ein.
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