VP-Ulm und Gerstl: Wiener Linien müssen Sicherheitsoffensive starten

ÖVP Wien präsentiert 10 Punkte Forderungsprogramm für mehr U-Bahn Sicherheit

Wien (VP-Klub) - "Die Sicherheitsstatistik der Wiener Linien
belegt die rapide Verschlechterung der Sicherheit in der U-Bahn! Die Folge ist, dass viele Wiener nicht mehr bereit sind, vom Privatfahrzeug auf die U-Bahn umzusteigen." Dies sagte heute ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Mag. Wolfgang Gerstl in einer Pressekonferenz. "Die Polizei hat in der letzten Zeit eine Reihe von Maßnahmen zur Hebung des Sicherheitsstandards gesetzt, aber die Wiener Linien sind bei der Erhaltung der Sicherheit in der U-Bahn nach wie vor säumig", ergänzte ÖVP Wien Sicherheitssprecher LAbg. Dr. Wolfgang Ulm.

So haben besonders die Drogendelikte in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine ausufernde Drogen- und Punkerszene, Verwahrlosungstendenzen in manchen Stationen und die Zunahme von Kleinkriminalität müssten von den Wiener Linien rasch und gezielt mit sicherheitstechnischen Maßnahmen beantwortet werden, forderten Gerstl und Ulm und kritisierten, dass für alle 85 U-Bahnstationen nur 12 Aufsichtstrupps mit je zwei Personen zur Verfügung stehen. "Die Wiener Linien setzen nur 0,3 Prozent aller ihrer Mitarbeiter für Sicherheitsbelange ein. Hier ist eine Verzehnfachung des Personaleinsatzes notwendig", bekräftigte Gerstl.

Zugbegleiter in U-Bahn Zügen

"Schon allein um das subjektive Sicherheitsgefühl der Passagiere zu erhöhen, sollte ein Zugbegleiter pro U-Bahn Garnitur eingesetzt werden", forderte Ulm. Die bestehende U-Bahn-Aufsicht sei dafür personell aufzustocken und gezielt auszubilden. Auch sollte von den derzeit einzelnen Waggons auf durchgehend begehbare Züge umgerüstet werden. Nebeneffekt des Zugbegleiters wäre auch eine präventive Wirkung hinsichtlich des "Schwarz-Fahrens". Mit den damit zu erwartenden Mehreinnahmen könnte das Mehr an Personal finanziert werden.

10 Maßnahmen für mehr Sicherheit in den U-Bahnen

In jeder U-Bahn Garnitur sollte ein Zugbegleiter mitfahren. Umstellung von Einzelwaggons auf durchgängige U-Bahnzüge. Aufwertung, personelle Mehrausstattung, bessere Ausbildung und ordentliche Uniformierung der U-Bahn Aufsicht.
Stopp des Abbaus von Überwachungsstationen. Jede Station sollte über eine eigene Überwachung verfügen.
Videokameras auch in den U-Bahnzügen.
Aufzeichnung der Videoüberwachung für mindestens 48 Stunden.
Mehr und deutlich sichtbare Aufstellung von Notrufsäulen in den Stationen. Ein Direktanschluss dieser Notrufsäulen zum Polizeinotruf ist einzurichten.
Die Architektur von Stationen hinsichtlich besserer Beleuchtung und bestehender Angsträume ist zu untersuchen und gegebenenfalls zu sanieren.
Für mehr Sauberkeit ist zu sorgen und Vandalismusschäden sind umgehend zu beseitigen. Dies in Verbindung mit einer breiten Informationskampagne.
Aufstellung einer Stadtpolizei, die im Umfeld von U-Bahn Stationen und auch im U-Bahn Bereich patrouilliert.

"Derzeit bietet die Wiener U-Bahn ein wenig einladendes Ambiente. Neben dem verkehrstechnischen Ausbau ist auch ein Ausbau der Sicherheitseinrichtungen in der von der ÖVP Wien geforderten Form notwenig, um anstatt Fahrgäste zu verlieren, zusätzliche Fahrgäste gewinnen zu können", betonte Gerstl abschließend.

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