Blaulichtorganisation verliert Zivildiener-Lizenz!

Die Wiener Zivildiensteinrichtung "Lazarus-Hilfswerk" (LHW) wird seinen Status als Zivildiensteinrichtung verlieren.

Wien (OTS) - Seit dem Jahr 2002 waren ZivildienstverwaltungsGmbH
und Überwachungsbehörde die Missstände bekannt. Trotz ständiger Beschwerden von Zivildienstleistenden gegen unzulässige Dienste, zuwenig oder gar nicht ausbezahltem Verpflegungsgeld, Überschreiten der Dienstzeiten und mehr ist es wohl der kontinuierlichen Arbeit der Plattform für Zivildiener zu verdanken, dass die Behörde letztendlich Konsequenzen gezogen hat.

"Ein Zivildiener, der so massiv gegen seine Pflichten verstoßen würde, wäre binnen kürzester Zeit mit Verwaltungsstrafen überhäuft. Bei Einrichtungen aber ist die Toleranzschwelle der Behörde anscheinend höher", so Christian Kollmann vom Verein Plattform für Zivildiener und Mitglied der Zivildienst-Reformkommission.

Ein Zivildiener hat niemanden, der seine Rechte vertritt: bei Verstößen der Einrichtung gibt es keine zentrale Stelle. Die Kompetenzen von Zivildienstrat, Bezirksbehörde, Landesbehörde, ZivildienstverwaltungsGmbH und BMI sind für einen Zivildiener zu verwirrend, als dass er je zu seinem Recht käme.

Wie das Beispiel LHW zeigt, ist eine starke und kompetente Zivildiener-Vertretung, die die Interessen der Zivildiener wahrnimmt, unbedingt notwendig. Die Plattform für Zivildiener fordert in der Reformkommission auch eine gesetzlich verankerte, bundesweite Vertretung für Zivildiener.

Rückfragen & Kontakt:

Plattform für Zivildiener
Tel.: 0699/10163648
http://www.zivildienst.at

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