Familienbild der ÖVP NÖ: Frauen, zurück an den Herd?

Weiderbauer: "ÖVP lädt umstrittenen Referenten zum Familientag"

St. Pölten (Grüne) - Anlässlich des Jahres der Familie hat der Präsident des NÖ Landtages, Mag. Edmund Freibauer, am vergangene Freitag zum NÖ Familientag eingeladen. Als Referent wurde bezeichnenderweise ein umstrittener, erzkonservativer Referent aus Deutschland engagiert. Albert Wunsch, langjähriger Leiter des katholischen Jugendamtes Neuss, ist in Deutschland kein unbekannter. Seine Thesen zur Familie: Kinder und Jugendliche sind ausschließlich an Spaß, den er als "verdichteten Unsinn" interpretiert, interessiert und verweigern darum jegliche Leistungsbereitschaft.

Kostenlose Angebote von Kinderbetreuungseinrichtungen hält Wunsch für "nicht ziel führend", denn "Was nichts kostet, ist nichts wert!". Eltern sollten nach Ansicht von Wunsch 1:1 zum Beispiel für die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder zur Kasse gebeten werden. Probleme in den Schulen gibt es unter anderem deswegen, weil LehrerInnen für ihn in drei Kategorien einzuteilen sind: "solche, die ganz gut sind, aber fachlich Unterstützung brauchen, ausgebrannte LehrerInnen, die ebenfalls Unterstützung brauchen und solche, die besser Pommes verkaufen sollten".

Weiderbauer: "Für mich entsteht der Verdacht, dass die ÖVP NÖ trotz einiger Lippenbekenntnisse wieder einen Schritt zurück geht. Sollen nach Ansicht der ÖVP die Frauen wieder zurück an den Herd?" Die Grünen halten derartige Referenten für entbehrlich. "Während man sich überall Gedanken darüber macht Kinderbetreuung von höchster Qualität zu organisieren und Väter in die Pflicht zu nehmen, erscheint mir der Einsatz solcher Referenten höchst kontraproduktiv in der Sache zu sein", so Weiderbauer.

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