Schultes: Handlungsbedarf für Sozialisten in der Zuckerreformdebatte

Unterstützung für Preissenkung beschwört Vernichtung von Arbeitsplätzen herauf

Wien (AIZ) - "Der Oberliberalisierer in der Europäischen Kommission, der neue sozialistische Handelskommissar aus Großbritannien, Peter Mandelson, erteilte kürzlich den Forderungen der ärmsten Entwicklungsländer der Welt und einer Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten nach einem geordneten Zuckermarkt mit Importquoten der Entwicklungsländer für Zucker und remunerativen Preisen eine Abfuhr", stellte heute Hermann Schultes, Präsident des Verbandes "Die Rübenbauern", in einer Aussendung fest. "Mandelson verfolgt damit nichts anderes, als auf Kosten der Vernichtung von zehntausenden Arbeitsplätzen und Wohlstand in Europa und in den ärmsten Entwicklungsländern die Bilanzen jener Multis aufzufetten, die als größte Verarbeiter von Zucker einzig und allein von einer drastischen Senkung des Zuckerpreises profitieren würden. Wenn nun auch die Sozialdemokraten in Österreich sich mit der Zuckerreformdebatte auseinanderzusetzen beginnen und sich um Arbeitsplätze in der Zuckerwirtschaft sorgen, ist dies durchaus positiv. Sie sollten dabei aber erst einmal damit beginnen, ihren Genossen EU-Kommissar über die wahren desaströsen Folgen dieser blinden Preissenkungspolitik aufzuklären und ihn von seiner unbelehrbaren Linie abzubringen."

"Hier haben die Sozialdemokraten echten Handlungsbedarf", denn, so Schultes weiter, "nicht einmal die Konsumenten in Europa hätten spürbare Vorteile von einer derartigen Preissenkung, wie sie Mandelson und seine Genossen in der EU verlangen. Selbst die Europäische Kommission gesteht dies nämlich zu ihren Preissenkungsvorschlägen ein."
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