Jerusalem zu PISA: Grüne Förderungen bestätigt

"Jetzt kann niemand mehr die Augen vor der Katastrophe verschließen"

Wien (Grüne) - Rund zwanzig Prozent der österreichischen SchülerInnen beherrschen die Kulturtechniken nach Absolvierung der Schulpflicht nur sehr schlecht, ihre Problemlösungskompetenz ist nahe Null . In Wien dürfte die Lage noch schlimmer sein, befürchtet Susanne Jerusalem, Schulsprecherin der Wiener Grünen: "PISA sei Dank, zumindest vor dieser Katastrophe kann niemand mehr die Augen verschließen". Ob es allerdings zu brauchbaren Reformen kommen werde, sei nach wie vor ungewiss, müssten doch einige zu einem gewaltigen Sprung über den eigenen Schatten ansetzen.

Jerusalem fordert, man möge jetzt nicht aus Panik und nationaler Schmach ein Trainingslager zur Lösung von Aufgaben a la PISA eröffnen. Es gehe jetzt darum, die Risikogruppe der 20 Prozent schwächsten SchülerInnen mit methodisch geeigneten Mitteln auf ein akzeptables kognitives Niveau zu bringen. Repression sei beispielsweise kein geeignetes Mittel.

Jerusalem: "Lesen lernt, wer lesen können möchte und es gerne tut, weil er etwas davon hat". Schwere Fehler, wie das Aussondern der scheinbar Leistungsschwächeren in Sonderschulen und Hauptschulen müssten behoben werden. Im übrigen freut sich die Wiener Schulsprecherin darüber, dass grüne Forderungen Rückenwind aus Finnland bekommen: "Wir sind die einzige Partei, die ganz klar die Gesamtschule fordert und immer gefordert hat, jetzt auf einmal passt das wieder".

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