Heinzl zu Mariazellerbahn: Mit Loks und Waggons im Wert von 3000 Euro für zukünftige Aufgaben gerüstet?

Ohne sofortigen Investitionsschub droht Mariazellerbahn der "rostige Tod"

St. Pölten, (SPI) - Das gesamte Waggonmaterial und ebenso die noch in Betrieb befindlichen E-Loks der Mariazellerbahn, einer der wohl schönsten Gebirgsbahnen Mitteleuropas, haben noch einen Wert von 3000 Euro (!). Damit fahren auf der einzigartigen, beinahe hundertjährigen Schmalspurstrecke, die wohl ältesten Fahrbetriebsmittel Europas - aber wohl nicht mehr lange. "Sollten nicht raschest Investitionen in neue Waggons und Lokomotiven getätigt werden, droht der Mariazellerbahn der ‚rostige Tod'. Schon jetzt sind zwei Drittel der Lokomotiven wegen Ersatzteilmangel nicht einsatzbereit, immer mehr Waggons müssen aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen werden. Die elektrische Oberleitung rostet still vor sich hin, die Geleise zeigen auf Jahrzehnte der Nutzung zurückzuführende massive Abnützungserscheinungen", umschreibt der St. Pöltner SP-Nationalrat Anton Heinzl die dramatische Entwicklung der Schmalspurstrecke von St. Pölten nach Mariazell.****

"Der Infrastrukturminister gibt auch ohne Umschweife zu, dass in den Regierungen Schüssel I und II von 2000 bis 2004 bis heute keinerlei Investitionen in das rollende Material getätigt wurden. Was wurde dann aus den vollmundigen Ankündigungen von NÖ Landesverkehrsreferent LH Erwin Pröll und Infrastrukturminister Hubert Gorbach über die Sicherung des Betriebs?", so Heinzl zu einer aktuellen Anfragebeantwortung von Infrastrukturminister Hubert Gorbach, welche der St. Pöltner Mandatar im Zusammenhang mit der Mariazellerbahn eingefordert hatte. Auch von der sogenannten "Umspurungs-Arbeitsgruppe", welche sich mit der Teilumspurung der Mariazellerbahn beschäftigen sollte, ist nicht mehr viel zu hören -zwar gibt es die Gruppe, aber noch immer keine Finanzierung des Vorhabens. "Bei der Mariazellerbahn ist es ‚fünf nach Zwölf'. Die Bestandsgarantie des Landes und des Bundes läuft ja dezidiert nur bis zum Jahr 2008. So lange wird es aber nicht dauern, befürchten Fachleute. Die Mariazellerbahn wird schon früher ihren Betrieb einstellen müssen - ganz einfach deshalb, weil es nichts mehr gibt, was auf den Gleisen fahren könnte", so Heinzl.
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