ÖkoBusinessPlan Wien - Györ: Startschuss für EU-Projekt

Wiener Delegation unterzeichnete Partnerschaftsvertrag im Rathaus Györ

Wien (OTS) - In der ungarischen Stadt Györ unterzeichneten am Freitag, den 3. Dezember, Delegierte und ProjektpartnerInnen aus Wien und Györ einen Partnerschaftsvertrag, der die Realisierung des Projekts ÖkoBusinessPlan Wien - Györ offiziell besiegelt. Das Projekt - auf ungarisch ÖkoStratégiai Fórum Györ - wird von der EU im Rahmen des Programms Interreg IIIA gefördert. Ziel der Kooperation zwischen Györ und Wien unter der Federführung der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) ist es, den erfolgreichen ÖkoBusinessPlan Wien nach Wiener Vorbild für die Stadt Györ zu adaptieren und aufzubauen.

Der ÖkoBusinessPlan Wien versteht sich als das "UmweltServicePaket" der Stadt Wien für Wiener Betriebe. Der Erfolg des Projekts zeigt sich nicht nur an den internationalen Partnerschaften und Anerkennungen, sondern vor allem an den erzielten wirtschaftlichen und zugleich umweltrelevanten Verbesserungen für die teilnehmenden Betriebe.

ÖkoStratégiai Fórum Györ schließt damit auch an die Willenserklärung zur Europaregion CENTROPE an, die die Bürgermeister von Wien und Györ im September 2003 unterschrieben haben. Darin ist neben dem Ziel der wirtschaftlichen Prosperität und des Wohlstandes ausdrücklich auch die Verwirklichung einer nachhaltig intakten Umwelt in der Region festgeschrieben.

Die Vorarbeiten für Projekt ÖkoBusinessPlan Wien - Györ starteten schon vor zwei Jahren. Die ProjektpartnerInnen aus Györ führten auf Einladung der Wiener Umweltschutzabteilung bereits zahlreiche Gespräche mit Wiener ExpertInnen und studierten ÖBP-Betriebe in Wien vor Ort. Ein Trainingsprogramm für BetriebsberaterInnen in Györ läuft bereits seit längerem.

Vertragsunterzeichung und Kick-off für ÖkoStratégiai Fórum Györ

Am 3. Dezember wurde das Projekt ÖkoStratégiai Fórum Györ bei einem festlichen Kick-off mit anschließender Pressekonferenz im Rathaus von Györ den lokalen PartnerInnen und interessierten Wirtschaftsunternehmen vorgestellt. Nicht nur den bereits für das Projekt gewonnenen, sondern auch potenziellen neuen Partnern wurde die Bedeutung dieses Projektes bei der Veranstaltung vermittelt.

Zur Präsentation von ÖkoStratégiai Fórum Györ reisten Gemeinderat Heinz Hufnagl, Vorsitzender des Gemeinderatssausschusses für Umwelt, Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) sowie die Verantwortlichen des ÖkoBusinessPlan Wien, Dipl.-Ing. Gordana Janak und Jan Dictus, nach Györ an. Unterzeichnet wurde der Partnerschaftsvertrag von GR Hufnagl, Dr. Büchl-Krammerstätter und dem Bürgermeister von Györ, József Balogh.

Umwelt schützen und Wirtschaft stärken: Der ÖkoBusinessPlan Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien - das UmweltServicePaket der Stadt Wien - wurde 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung für Unternehmen ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Umwelt zu entlasten und damit Kosten einzusparen. Für jede Betriebsgröße und Branche wird ein passendes Modul geboten, das Effizienz und Sparsamkeit durch nachhaltiges Wirtschaften fördert. Bisher nahmen 423 Unternehmen am ÖkoBusinessPlan teil, die durch richtiges Öko-Business ihre Kosten um insgesamt 12 Millionen Euro senken konnten. Folgende Einsparungen wurden durch den ÖkoBusinessPlan bisher erzielt: 145.000 Tonnen weniger Abfälle; 1000 Tonnen weniger Giftmüll; 57 Millionen Kilowattstunden weniger Energieverbrauch; 180.000 Tonnen weniger Kohlendioxid; 7 Millionen Transportkilometer weniger.

ÖkoBusinessPlan Wien: Vorbild für nationale und internationale Projekte

Neben Györ entwickeln auch die Millionenstädte Athen und die viertgrößte Stadt Indiens, Chennai (ehem. Madras), einen ÖkoBusinessPlan nach Wiener Modell.

Das Lebensministerium empfiehlt den ÖkoBusinessPlan Wien als vorbildliches Modell auch für ähnliche Umweltprojekte in den Bundesländern. Seit 2004 besteht eine Kooperation der Wiener Umweltschutzabteilung mit den fünf österreichischen Bundesländern Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Vorarlberg und Oberösterreich: Erfolgreich entwickelte Umweltmaßnahmen von Betrieben fließen in eine gemeinsame Datenbank ein, wo sie laufend evaluiert werden. Bereits mehr als 7000 betriebliche Umweltmaßnahmen und -projekte sind in dieser Datenbank dokumentiert und können von der Homepage des ÖkoBusinessPlan Wien jederzeit abgerufen werden.

Der ÖkoBusinessPlan Wien stößt auch international auf große Beachtung: Im Jahr 2002 wurde der ÖkoBusinessPlan Wien von der Weltsiedlungsorganisation UN-HABITAT als "Best Practice" ausgezeichnet und befindet sich damit in der Liste der 100 weltweit besten Nachhaltigkeitsprojekte.

Auch die EU Kommission empfiehlt den ÖkoBusinessPlan Wien als international nachahmenswertes Modell.

o Mehr Infos unter:
http://www.oekobusinessplan.wien.at/

(Schluss) urb

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Dr. Mathilde Urban
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