ÖAMTC-Crashtest: Keine Explosionsgefahr bei Unfall mit einem Erdgasauto

Club crashte erdgasbetriebenen Opel Zafira mit Tempo 64 gegen eine Barriere

Wien (ÖAMTC-Presse) - Wie sicher sind Erdgasautos? Dieser Frage
ist der ÖAMTC in einem eigenen Crashtest nachgegangen. Bei diesem Test ist ein erdgasbetriebener Opel Zafira CNG mit 64 km/h gegen eine Barriere gecrasht worden. Das Resümee von ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang zum Test: "Erdgasautos weisen im Unfallverhalten keine Nachteile gegenüber herkömmlich mit Diesel oder Benzin betriebenen Fahrzeugen auf. Bei einem Crash braucht niemand Angst zu haben, dass das Fahrzeug explodiert." Der Opel Zafira hat nach EuroNCAP-Kriterien 9 von 16 Punkten bei der Frontsicherheit erreicht. Die Benzin-Version des Opel kam bei einem früheren Crashtest-Versuch auf 10 Punkte. Der eine Punkt Unterschied erklärt sich dadurch, dass der Erdgas-Opel schwerer ist und sich dadurch die Fahrgastzelle bei einem Crash stärker deformiert.

Die unter dem Opel Zafira CNG befindlichen Gasflaschen werden durch einen robust gebauten Metallkäfig gut geschützt. Sogar das Leitungssystem im Crash-Bereich ist dichtgeblieben. "Eine mit Stickstoff duchgeführte Dichtheitsprüfung ergab, dass das gesamte System auch nach dem Frontalaufprall keine Lecks aufgewiesen hat. Weder an den Leitungen, Verbindungsstücken oder Ventilen konnte man einen Gasaustritt verzeichnen. Durch spezielle Absperrventile kann nach einem Crash kein Gas mehr aus den Flaschen entweichen", erklärt Lang.

Extrem-Versuch mit Feuer belegt Fahrzeug-Sicherheit

Auch bei einem nach dem Crashtest durchgeführten Brandversuch, gab es keinen Tadel für die Sicherheitsvorkehrungen am Erdgassystem. Das Fahrzeug wurde im hinteren Bereich unterfeuert, um einen Brandfall nachzustellen. Nach wenigen Minuten haben die Schmelzsicherungen an den Flaschen ein unkontrolliertes Entweichen des Gases verhindert. Das Gas konnte kontrolliert abbrennen, eine gefährliche Druckerhöhung in den Flaschen aufgrund der großen Hitze wird auf diese Weise vermieden. Es bestand zu keiner Zeit ein Explosionsrisiko. "Dieser Versuch stellt einen Extremfall dar, weil Pkw normalerweise nur sehr langsam zu brennen anfangen und noch genügend Zeit zur Rettung der Insassen bleibt", erklärt Lang.

Alle Crashtest-Details gibt es online unter http://www.oeamtc.at/crashtests/.

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Fotomaterial und eine Grafik zum Crashtest findet sich im ÖAMTC-Foto-Service auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/presse/.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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