AK Test: "Do it yourself" - Wer selten ein Werkzeug gebraucht, sollte es besser mieten statt kaufen!

Baumärkte verlangen je nach Gerät Mietkosten von 2,50 bis 56 Euro pro Tag - Preisunterschiede bei Neukauf für gleiches Gerät bis zu fast 25 Prozent

Wien (OTS) - Heimwerker, die selten in ihren eigenen vier Wänden oder im Garten arbeiten, sollten eher das Werkzeug mieten statt kaufen - das spart Geld und Platz! Wer bloß ab und zu werkt, kann sich z.B. einen Vertikutierer 20mal ausleihen, bevor ein Neukauf rentabler wäre. Ein AK Test in 8 Wiener Baumärkten zeigt: Die Mietkosten fürs Ausleihen machen je nach Gerät von 2,50 bis 56 Euro pro Tag aus. Für ein und dasselbe Gerät gibt es beim Neukauf Preisunterschiede bis zu fast einem Viertel.

Die AK hat Heimwerkergeräte-Preise und Leihkosten in 8 Baumärkten in Wien erhoben: Zgonc, Praktiker, Obi, Bauhaus, Hornbach, Litschauer, Mega-Baumax-x, Quester.

"Die Preisunterschiede für ein und dasselbe Heimwerkergerät aus dem Baumarkt sind groß und können bis zu 23,5 Prozent ausmachen", sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. So kostet beispielsweise der Black & Decker Winkelschleifer mit 2.000 Watt zwischen 89 und fast 110 Euro. Das Steinel Heißluftgebläse HL 2.305 LCD mit 2.300 Watt ist von knapp 97 bis 119 Euro erhältlich - das ist eine Preisdifferenz von immerhin fast 23 Prozent. Wer im Garten arbeitet und einen Laubsauger braucht, muss mit Preisunterschieden bis zu einem Fünfteil rechnen. Der Laubsauger Flymo Garde Vac mit Fangsack (2.200 Watt) kostet von 99 bis 119 Euro. "Ein Neukauf zahlt sich aber nur aus, wenn das Gerät regelmäßig benutzt wird", empfiehlt Delapina.

Wer sich ein Heimwerkergerät ausleiht, muss zusätzlich zu den Verleihkosten pro Tag eine Kaution hinterlegen, für die zwischen 15 und 200 Euro verrechnet wird. Fürs Ausleihen müssen Kunden zwischen 2,50 und 56 Euro pro Tag rechnen. Die Kaution bekommt der Konsument nach Rückgabe des Gerätes wieder zurück. "Die Höhe der Kaution ist von Baumarkt zu Baumarkt verschieden und richtet sich auch nach dem Wert des Gerätes", so Delapina. Grundsätzlich gilt: Je teurer der Kaufpreis, desto höher die Kaution.

Es gibt eine enorme Palette von unterschiedlichen Modellen und Marken und somit auch Preisen innerhalb einzelner Gerätegruppen. So verlangt z.B. ein Baumarkt für die günstigste erhobene Schlagbohrmaschine von Black & Decker mit 730 Watt 79,90 Euro. Die teuerste erhobene Schlagbohrmaschine von Bosch mit 1.010 Watt kostet in einem Baumarkt 227 Euro.

Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Wenn Sie das Heimwerkergerät nicht sehr oft benötigen, dann können Sie auf jeden Fall Geld und Platz sparen, wenn Sie sich das Gerät bei Bedarf ausleihen.
+ Brauchen Sie die Leihgeräte zwei Tage lang, ist der Folgetag in der Regel um die Hälfte billiger als der erste Leihtag.
+ Fragen Sie nach Wochenendmieten. Manche Baumärkte bieten Leihgeräte fürs Wochenende (Freitag 16 bis Montag 9.00 Uhr) zum Tagespreis oder sogar vergünstigt an.

SERVICE: Der Preistest ist im Internet unter wien.arbeiterkammer.at.

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Doris Strecker
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