"Neues Volksblatt" Kommentar: "Integration" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 4. Dezember 2004

Wien (OTS) - =

"Integration" ist laut Duden die "Herstellung einer
Ganzheit aus verschiedenen Gliedern". Integration von Ausländern bedeutet demnach das Bemühen, die "Ganzheit" einer österreichischen Gesellschaft herzustellen, in der die unterschiedlichen Gruppierungen friedlich zusammenleben.
Integration kann aber keine "Einbahnstraße" sein. Oder anders gesagt:
Zur Integration gehören immer zwei - die Österreicher und die Ausländer. Erstere haben die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Ausländern die Integration ermöglichen. Die Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang bereits getroffen wurden, sind permanent auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen und bei Bedarf zu verbessern.
Doch auch die Ausländer haben ihren Beitrag zur Integration zu leisten. Nicht Preisgabe der kulturellen Identität wird verlangt, aber die Bereitschaft zur Anpassung in bestimmten Bereichen. An erster Stelle stehen hier die Sprachkenntnisse. Deutsch in Wort und Schrift zu lernen und den Kindern den Zugang zur deutschen Sprache zu ermöglichen, das ist eine "Bringschuld" der Ausländer, die in Österreich leben wollen.

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