GLOBAL 2000: Große Koalition gegen Ökostrom und für Atomstrom droht!

SPÖ darf sich nicht zum Handlanger von Bartenstein machen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert scharf den heute in den Wirtschaftsauschuss eingebrachten Kompromissvorschlag zur Ökostrom-Novelle. "Die grundsätzliche Einigung zwischen Regierung und SPÖ enthält keine inhaltlichen Verbesserungen. Das von den Ministern Pröll und Bartenstein initiierte Aus für Ökostrom wird eins zu eins umgesetzt", ärgert sich Thorben Becker, Energiereferent von GLOBAL 2000. "Würde die SPÖ im Nationalrat zustimmen, gäbe sie ihre Zustimmung für mehr Atomstromimporte und den massiven Abbau von Investitionen in die Zukunftsbranche Ökostrom. GLOBAL 2000 fordert deshalb alle Nationalratsabgeordneten der SPÖ auf, unbedingt gegen den Bartenstein-Entwurf zu stimmen!"

Neu an der Abmachung ist lediglich, dass es zusätzliche Investitionsförderungen für neue KWK-Anlagen und "mittlere" Wasserkraftwerke (10 bis 20 Megawatt) geben soll. "20 Jahre nach Hainburg wieder in die Förderung von größeren Wasserkraftwerken einzusteigen, ist kein positives Signal für die Zukunft. Vielmehr sollten die Gelder für den Ausbau von Sonnenenergie, Windkraft und Biomasse eingesetzt werden", so Becker.

GLOBAL 2000 fordert, dass bis 2010 zehn Prozent Anteil Ökoenergie am Bruttoinlandstromverbrauch erreicht werden sollen. Diese Forderung hatte ursprünglich auch die SPÖ vertreten. Das 10-Prozent-Ziel muss im Ökostromgesetz festgeschrieben werden. "Um es zu erreichen, braucht es aber faire Einspeisetarife für alle Arten von Ökoenergie", so Becker abschließend.

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