ERSATZMETHODEN ZUM TIERVERSUCH SOLLEN VERSTÄRKT GEFÖRDERT WERDEN Wissenschaftsausschuss: Tierversuche an Menschenaffen verbieten

Wien (PK) - In einem gemeinsamen Entschließungsantrag an Bundesministerin Elisabeth Gehrer einigten sich heute alle vier Parlamentsparteien, Forschungsprojekte für Ersatzmethoden zum Tierversuch verstärkt zu fördern. Die Ministerin wird darüber hinaus aufgefordert, gemeinsam mit den mit der Vollziehung des Tierversuchsgesetzes betrauten Ministern eine Regierungsvorlage auszuarbeiten, wonach Tierversuche an Menschenaffen verboten sein sollen.

Grundlage für diese Initiative bildete ein Entschließungsantrag der Grünen zum selben Thema. (380/A[E])

Die Abgeordneten setzen sich auch für eine beschleunigte Anerkennung von bereits entwickelten und für die strikte
Anwendung von "validierten" Ersatzmethoden zum Tierversuch auf EU-Ebene ein. Sie sprechen sich auch für den Aufbau einer EU-weiten Datenbank aus.

Die Abgeordneten Klaus Wittauer (F) und Martin Preineder (V) begrüßten die Entschließung als ein wichtiges Signal und einen richtigen Schritt, um nach neuen Ersatzmethoden zum Tierversuch
zu forschen.

Auch Abgeordnete Brigid Weinzinger (G) sah den Beschluss als
einen Erfolg an. Als ein ungelöstes Problem bezeichnete sie
jedoch die Menschenaffen, an denen bereits Tierversuche
vorgenommen worden waren und die nun einem ungewissen Schicksal
in Gänserndorf entgegenblickten.

Wie Abgeordneter Kai Jan Krainer (S) bedauerte sie, dass man sich nicht einigen habe können, in Österreich eine Datenbank
anzulegen, um Mehrfachversuche auszuschließen. Sie verstehe zwar datenrechtliche Probleme, meine aber, dass die von den Grünen zuletzt präsentierten Vorschläge diesen Bedenken Rechnung
getragen hätten.

Bei der Abstimmung wurde der Vier-Parteien-Antrag einstimmig angenommen. (Schluss)

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