Darabos: FPÖ fällt auch bei Postämter-Schließungen um

Regierung ist weitere Ausdünnung des ländlichen Raums völlig gleichgültig

Wien (SK) Als "einen weiteren Umfaller der FPÖ" wertet SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos Aussagen von Vizekanzler und Infrastrukturminister Gorbach, wonach ein generelles Verbot für die Schließung weiterer Postämter auszuschließen sei. Gorbach hätte es selber in der Hand, die geplante Schließung von 357 Postämtern zu verhindern, und zwar in Form einer einfachen Verordnung, hielt Darabos am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer bekräftigte, dass Gorbach dabei die "hundertprozentige Unterstützung" der SPÖ hätte, wenn er eine Post-Universaldienstverordnung vorlegt, die tatsächlich eine flächendeckende Versorgung Österreichs mit Poststellen vorsieht. ****

Darabos wies darauf hin, dass die auf Ministerin Forstinger zurückgehende Post-Universaldienstverordnung vom 24.11.2000 eine solche flächendeckende Versorgung gewährleistet hätte. Demnach wäre eine ausreichende Versorgung dann gegeben, wenn im bundesweiten Durchschnitt in Gemeinden mit 10.000 Einwohnern und mehr zumindest 80 Prozent der Wohnbevölkerung die nächste Postgeschäftsstelle innerhalb von 15 Minuten mit einem Verkehrsmittel und in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern im bundesweiten Durchschnitt zumindest zwei Drittel der Wohnbevölkerung die nächste Postgeschäftsstelle innerhalb von 15 Minuten Gehzeit erreichen können. Offenbar sei es der Regierung aber völlig gleichgültig, wenn es zu einer weiteren Ausdünnung des ländlichen Raumes mit Infrastruktur und damit zu einem massiven Verlust an Lebensqualität in ländlichen Regionen kommt. "Denn wenn ÖVP und FPÖ wirklich willens wären, könnten sie die Postämter-Schließungen verhindern", betonte Darabos abschließend. (Schluss) ps

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