Prokop: 500 zusätzliche Ausbildungsplätze für Pflegeberufe

Prokop gegen Kriminalisierung der Pflegebedürftigen und des Pflegepersonals

St. Pölten (NÖI) - In den letzten beiden Jahren wurden aufgrund des Mangels an qualifiziertem Pflegepersonal 500 zusätzliche Ausbildungsplätze an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und in den Pflegehelferkursen des AMS geschaffen, sodass für das Jahr 2004/05 insgesamt 1900 Plätze zur Verfügung stehen, berichtet LH-Stv. Liese Prokop. Zusätzlich wurde, um den Engpass bei den Pflegekräften in NÖ zu entschärfen, die Stiftung "Job konkret Pflege" gegründet, in der sich mittlerweile rd. 400 arbeitslose Personen im 2. Bildungsweg zum/r Alten- und PflegehelferIn oder zur/m Diplomkrankenschwester/-pfleger ausbilden lassen. Die rd. 400 Teilnehmer- Innen haben auch bereits einen fixen Arbeitsplatz", so Prokop weiter. Sie sind hauptsächlich in Krankenhäusern, diversen sozialen und caritativen Einrichtungen, NÖ Landesheimen etc. untergebracht.

Zum Einsatz von Pflegepersonal aus den neuen EU-Beitrittsländern sagt Prokop, dass die Qualität der Arbeit stimme, die Menschen aber vielfach keine Berufszulassungen besitzen und von Vereinen lediglich vermittelt würden. Prokop appelliert daher an die Angehörigen von Pflegepersonen, nur PflegerInnen zu engagieren, die eine Berufszulassung des Wirtschaftsministeriums vorweisen könnten oder fix bei den Vereinen angestellt sind. Mit der Sonderregelung für Schlüsselkräfte wurde auch sichergestellt, dass das Lohniveau mit einer Mindestentlohnung von € 1.380 den heimischen Verhältnissen angepasst wurde. Die Berufszulassung gilt im übrigen auch für alle Inländer. Demnach wäre es nicht eine Frage von Lohndumping, sondern die Frage einer gültigen Berufszulassung. Keinesfalls dürfe es aber zur Kriminalisierung der Pflegebedürftigen und auch nicht des Pflegepersonals kommen, denn oberstes Ziel müsse es in jedem Fall sein, dass der pflegebedürftige Mensch rasche und gute Pflege bekommt, so Prokop.

Der Pflegeberuf habe auch insofern eine besondere Stellung, als dafür eine besondere Berufung notwendig sei, meint Prokop. Diese nicht nur verantwortungsvolle, sondern auch schwere Arbeit, stelle auch psychisch hohe Anforderungen an die Menschen.

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