"D-A-CH+": Gemeinsame Raumentwicklung im Grenzraum

Symposium im Landhaus diskutierte zentrale Fragen des Raumes

Bregenz (VLK) - Die gemeinsame Raumentwicklung im Grenzraum
von Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein
stand heute, Donnerstag, im Mittelpunkt eines Symposiums im
Landhaus in Bregenz. Raumplanungslandesrat Manfred Rein
begrüßte rund 70 Experten aus dem Bodenseeraum, die sich im
Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg IIIA-Projektes
"D-A-CH+" mit den Kernpunkten "Raumbeobachtung" und
"Steuerung der Raumentwicklung" beschäftigten. ****

"Dieser Grenzraum, in dem rund 5,9 Mio Einwohner leben,
verfügt über ein großes wirtschaftliches Potenzial sowie
über hohe landschaftliche und kulturelle Qualitäten",
betonte Landesrat Rein und wies auf die Notwendigkeit
verstärkter grenzüberschreitender Zusammenarbeit hin: "Die sinkende Bedeutung der Staatsgrenzen und die immer stärkere Vernetzung der Regionen untereinander verlangt eine
gegenseitige Abstimmung und eine gemeinsame Befassung mit
künftigen Entwicklungsfragen. Nur so können sich
Gesellschaft und Wirtschaft unter Respektierung der
räumlichen Belastungsgrenzen weiterhin erfolgreich
entfalten". Mit der Gründung der Raumordnungskommission
Bodensee, ein Forum der Raumplanungsfachstellen, wurde
bereits ein erster Schritt zur Verbesserung der
Zusammenarbeit gesetzt.

Am Symposium in Bregenz präsentierten drei Planungsbüros
die zentralen Fragen des Raumes aus ihrer Sicht. Mit
weiteren drei Symposien sollen die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung, die Kulturlandschaftsentwicklung und
die Gesamträumliche Entwicklung thematisiert und so
gemeinsame Entwicklungsvorstellungen erarbeitet werden.

Interreg IIIA-Projekt "D-A-CH+"

Die in den Ländern verfügbaren Unterlagen und Daten zur Raumentwicklung sind meist nicht direkt miteinander
vergleichbar. Ziel des "D-A-CH+"-Projektes ist die
Schaffung der inhaltlichen und technischen Grundlagen für
eine grenzüberschreitende Raumbeobachtung sowie der Aufbau
einer Kommunikations- und Austauschplattform (Datenbank).

Das Projekt "D-A-CH+" (Laufzeit 2004 bis 2007) wird von
der EU im Rahmen des Interreg IIIA-Programms "Alpenrhein-bodensee-Hochrhein" mit rund 200.000 Euro gefördert.
Insgesamt 16 Gebietskörperschaften beteiligen sich an
diesem Projekt: Die Länder Baden-Württemberg (Wirtschaftsministerium) und Vorarlberg, das Fürstentum Liechtenstein, die Kantone St. Gallen, Graubünden, Glarus, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden, Zürich,
Thurgau, Schaffhausen, Aargau sowie die Regionen Allgäu, Bodensee-Oberschwaben, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Hochrhein-Bodensee. Weitere Informationen sind im Internet
unter www.interreg.org erhältlich.
(so/tm/moma,nvl)

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