AMS NÖ-Chef Homrighausen: "Die Trendwende am Arbeitsmarkt lässt weiter auf sich warten"

Wien (OTS) Ende November 2004 waren beim AMS NÖ insgesamt 38.289 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 3.866 (od. 11,2 %) mehr als im Vormonat und um 913 (od. 2,4 %) mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. " Die Trendwende auf dem nö. Arbeitsmarkt lässt somit weiter auf sich warten" betont AMS NÖ-Chef Werner Homrighausen, "zumal dieser Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen nur durch eine neuerliche Ausweitung der Aktivitäten des AMS NÖ in Grenzen gehalten werden konnte." Ende November 2004 befinden sich nämlich in NÖ insgesamt 7.725 Personen in Schulung (sie werden nicht als arbeitslos gezählt), um 1.173 od. 17,9 % mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Österreichweit sank die Arbeitslosigkeit zum Monatsende im Vergleich zum Vorjahr geringfügig und zwar um - 1.430 (od. - 0,6 %) auf insgesamt 246.726. Den relativ größten Anstieg aller Bundesländer verzeichnete Vorarlberg (+ 9,9 %), gefolgt von Tirol (+ 3,4 %) und NÖ. Einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es in Kärnten (- 4,0 %), in Wien (- 3,3 %) und in der Steiermark (-3,1 %).

"Das in den letzten Monaten kontinuierlich steigende Beschäftigungswachstum geht mit einer raschen Ausweitung des (ausländischen) Arbeitskräftepotentials einher, wodurch eine Reduktion des Arbeitslosigkeit verhindert wird," erklärt AMS-Chef Homrighausen die aktuelle Entwicklung. So erhöhte sich die Aktivbeschäftigung (ohne KindergeldbezieherInnen und Präsenzdiener) Ende Oktober 2004 gegenüber dem Vorjahr um knapp 7.000 (+ 1,4 %) auf insgesamt 519.127. Ende März 2004 lag sie noch um - 215 unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Wenn man den Vorjahreswert um jene SchulungsteilnehmerInnen des AMS korrigiert, die eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes erhalten haben (diese werden nämlich ab Jahresbeginn 2004 nicht mehr in der Beschäftigungsstatistik erfasst), liegt das tatsächliche Beschäftigungswachstum bereits um über 9.000 über dem Wert des Vorjahres
(+ 1,8 %). Hauptverantwortlich dafür ist vor allem der Dienstleistungssektor, während die Sachgüterproduktion - mit Ausnahme des Metallbereichs - nach wie vor Arbeitsplätze verliert. Im Bauwesen hat sich die Lage gegenüber den letzten Jahren entspannt (+ 0,3 %).

Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Ausländerinnen, bei Frauen und bei Jugendlichen überdurchschnittlich

Die Arbeitslosigkeit von AusländerInnen lag Ende November in Niederösterreich bei 4.778 Vorgemerkten, um 422 Personen oder 9,7 % höher als im Vorjahr, wobei hier der Anstieg bei den Frauen im Vergleich zum Vorjahr wesentlich höher ist (+ 19,0 %; abs. + 307) als bei den Männern (+ 4,2 %).

"Am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen sind derzeit Personen im Haupterwerbsalter und hier wiederum die Frauen", berichtet AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Werner Homrighausen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg im Vergleich zum November des Vorjahres um + 718 (+ 4,3 %), die der Männer um "nur" + 195 (+ 0,9 %). Trotz Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen des AMS NÖ für Jugendliche steigt die Zahl der Vorgemerkten im Alter bis 24 Jahre gegenüber dem Vorjahr um 198 (od. +3,0 %) auf 6.856. Die Situation für Lehrstellensuchende hat sich hingegen durch die vom AMS und dem Land finanzierten Maßnahmen im Rahmen des JASG (Jugendausbildungssicherungsgesetz) weiter verbessert. Mit 795 Lehrstellensuchenden ging die Zahl gegenüber dem Vorjahr um -118 (od.-12,9 %) zurück.

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