Leitl trifft Verheugen: "Wachstum und Beschäftigung werden jetzt zur ersten EU-Priorität"

Erstes Arbeitsgespräch zwischen den Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES und dem EU-Kommissar für Industrie und Unternehmenspolitik

Wien (OTS) - "Wenn die EU das Ziel, zur erfolgreichsten Wirtschaftsregion aufzusteigen, ernst nimmt, muss die Ankurbelung von Wachstum und Beschäftigung an die erste Stelle rücken", waren sich Christoph Leitl, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und Günter Verheugen, Vizepräsident der EU-Kommission für Industrie und Unternehmenspolitik, bei ihrem ersten Arbeitsgespräch heute Vormittag in Brüssel einig.

Leitl unterstrich, dass sich die Europäische Union der Formel 5(3/1)= 10 verschreiben müsse, um die Kluft zu den Amerikanern zu schließen. Im Klartext: "Wenn wir in den nächsten fünf Jahren ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich drei Prozent schaffen, nimmt die Beschäftigung im Schnitt um ein Prozent im Jahr zu. Auf diese Weise könnte die Arbeitslosenzahl bis 2010 um 10 Millionen verringert, also halbiert werden."

Äußerst positiv nahm der EUROCHAMBRES-Präsident die Ankündigung von Kommissar Verheugen auf, den Abbau der Bürokratie zu seinem ganz persönlichen Anliegen zu machen. Verheugen teilte Leitl mit: "Ich will den Bürokratieabbau zum Markenzeichen meiner Amtszeit machen." Zudem hat er unterstrichen, wie wichtig es ist, bei jedem neuen EU-Gesetzesvorschlag die Auswirkungen auf die einzelnen Unternehmen detailliert zu kennen.

Völlige Übereinstimmung erzielten Leitl und Verheugen darüber hinaus im Hinblick auf Basel II. Die Reform der Eigenkapitalregeln für die Kreditwirtschaft dürfe nicht zu einer Ausrede der Banken für höhere KMU-Finanzierungskosten werden. "Ungeachtet der bereits erzielten Fortschritte muss es noch zu Verbesserungen kommen. Sonst droht den kleinen und mittleren Banken eine immense Bürokratielast, was letztlich in höhere Kreditkosten für KMU ausarten würde", warnte der Wirtschaftskammerpräsident.

Leitl abschließend: "Verheugen ist ein kompetenter Mann, der auch politischen Gestaltungswillen hat. Ich bin überzeugt, dass er gemeinsam mit Kommissionspräsident Barroso die Kraft hat, Europas Zurückfallen gegenüber den USA und Asien zu stoppen und mit einem Neustart der Lissabonner Reformagenda für Aufbruchstimmung und Optimismus zu sorgen."

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