Wirtschaftskammer begrüßt steuerliche Förderung für Forscher-Zuzug in Österreich

Maßnahme im Einkommenssteuer-Gesetz entspricht langjähriger Forderung der WKÖ und einer Empfehlung des Wim Kok-Berichts zur Umsetzung des Lissabon-Ziels

Wien (PWK893) - "Mit der von Finanzminister Grasser angekündigten Verordnung zum Einkommenssteuergesetz, wonach in heimischen Unternehmen tätigen ForscherInnen aus dem Ausland ermöglicht werden soll, ihr im Ausland erzieltes Einkommen auf dem Niveau des Herkunftslandes zu versteuern, wird Österreich ein attraktiverer Forschungsstandort", erwartet der Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, Harald Kaszanits, einen "stärkeren Einsatz von exzellenten Wissenschaftern in Österreich."

Mit dieser steuerlichen Maßnahme wird nicht nur eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer Österreich erfüllt, sondern auch eine Empfehlung einer hochrangigen EU-Arbeitsgruppe zur Erreichung des Lissabon-Ziels unter Vorsitz von Wim Kok. In deren Bericht heißt es:
"Die EU muss mehr der besten und brillantesten Forscher dadurch anziehen, dass sie ihre Attraktivität erhöht. Daher sollte der EU-Rat bei seiner Frühjahrstagung 2005 darauf einigen, einen Aktionsplan auszuarbeiten, um die administrativen Hindernisse abzubauen."

Kaszanits erwartet, dass mit dieser Erleichterung nicht nur das österreichische Forschungsziel von 3 Prozent des BIP leichter erreicht werden kann, sondern auch die Effizienz der innerbetrieblichen Forschung deutlich zunimmt: "Um das ehrgeizige Forschungsziel in Österreich zu erreichen, brauchen wir mehr und zugleich hervorragende Wissenschafter. Mit einer hochqualitativen wirtschaftsnahen Forschung wird die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich gegenüber seinen Mitbewerbern gestärkt. Österreich kann nur mit Qualität punkten, aber kaum in einem reinem Kostenwettbewerb bestehen. Daher müssen wir Forschung und Bildung forcieren, wo wir können." (RH)

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