IT-Kollektivvertrag: Mindestgehälter steigen um durchschnittlich 2,26 Prozent

Michal: "Haben Abschluss, der unter der derzeitigen Inflationsrate liegt, im Hinblick auf die für 2005 erwarteten Wachstumsmöglichkeiten unserer Branche zugestimmt"

Wien (PWK892) - Die Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in der österreichischen IT-Branche wurden heute, Donnerstag, mit einer Anpassung der Mindestgrundgehälter für 2005 abgeschlossen: Die Verhandlungspartner - der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich und die Gewerkschaft der Privatangestellten - haben sich auf eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter um mindestens 1,98 Prozent, höchstens aber 2,43 Prozent (abhängig von der jeweiligen Tätigkeit) geeinigt.

Paul Michal, Sprecher der Berufsgruppe "Informationstechnologie" der WKÖ und Verhandlungsleiter auf Arbeitgeberseite, erklärt, dass es sich beim Verhandlungsergebnis um einen Abschluss handelt, der unter der derzeitigen Inflationsrate liegt: "Wir haben dem im Hinblick auf die für 2005 erwarteten Wachstumsmöglichkeiten unserer Branche zugestimmt. Unserem Wunsch zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeiten wurde von der GPA nicht Rechnung getragen."

"Wesentlich war uns ein Signal bei den Berufseinsteigern (1,98 bis 2,02 Prozent der Einstiegsstufe) Lehrlinge (1,97 bis 2,03 Prozent) und Ferialpraktikanten (Mindestgehalt 50 statt bisher 60 Prozent) zu setzen. Damit soll kleinen Unternehmen der Aufbau von Mitarbeitern ermöglicht werden, um in dieser Zukunftsbranche in Österreich ein hohes Beschäftigungsniveau zu erreichen" so Johann Steszgal, Mitverhandler der Arbeitgeberseite.

Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1.1.2005 in Kraft und wird auf unbefristete Zeit abgeschlossen. Der aktuelle Abschluss führt aber nicht automatisch zu einer Erhöhung der Ist-Löhne, die über dem Kollektivvertrags-Niveau liegen.

Wünsche der GPA zu "Sabatical"-Lösungen, Bezahlung von passiven Reisezeiten und Erweiterung der Rufbereitschaftsregelung, wurden von UBIT abgelehnt. Der neue Kollektivvertrag mit Anpassungen u.a. bei Lehrlingsentschädigung, Bildungszertifizierung, Telearbeit und Vorrückungsstufen wird in Kürze auf der Homepage des Fachverbandes UBIT mit der Adresse http://www.ubit.at zur Verfügung stehen. (JR)

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