Wirtschaftsverband NÖ zur Post AG: Partnerschaft sieht anders aus

Nachteile für Nahversorger werden ignoriert

St. Pölten (SPI) - Angebote an Nahversorger und Trafikanten als Postpartner zu fungieren sollten auf jeden Fall auch ernst gemeint sein erklärte der Präsident des sozialdemokratischen Wirtschaftverbandes NÖ KR Günter Kiermaier. "Postpartner können ihre Rolle nur dann zufriedenstellend übernehmen, wenn die Post sich ihrer Verantwortung bewusst wird und endlich die Rahmenbedingungen schafft, dass eine faire Zusammenarbeit gewährleistet ist", so Kiermaier. Die Post AG argumentiere, dass die Poststelle ein derartiger Frequenzbringer sei, dass sich der Umsatz des Unternehmens entscheidend steigern werde. "Wie wir aus den bisherigen Erfahrungen wissen, ist das nur zum Teil richtig bzw. oft genug überhaupt nicht der Fall", kritisierte Kiermaier. Die erheblichen Dauerkosten für die Technik würden den betroffenen Unternehmen vom ohnehin mageren Gewinn abgezogen. "Der Aufwand für die Unternehmen steht oft genug in keiner vernünftigen Relation zum Gewinn", meinte der sozialdemokratische Wirtschaftsfachmann.

Es sei aus seiner Sicht gerade diese Grundhaltung der Post AG der eigentliche Skandal. "Durch die Auslagerungen sollen andere für sie die Arbeit machen, nur wollen sie sie nicht reell dafür entschädigen. Wichtig ist ihnen nur, dass die Gewinnausschüttung an die Aktionäre stimmt", empört sich Kiermaier. Die Nahversorger und Trafikanten sollen in den Augen der Post AG anscheinend nach dem Grundsatz "die Kleinen sind die Dummen" die Zeche dafür zahlen und für eine Spanne arbeiten, die keinem anderen Menschen zumutbar sei. (Schluss)ms

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftsverband NÖ
noe@wirtschaftsverband.at
Tel.: 02742 - 2255 400

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002