Öllinger: Bartensteins Retuschen bei Arbeitslosenzahlen

9000 arbeitslose Menschen mehr sind kein 'erfreuliches Ergebnis'

Wien (OTS) - "Bösartiger Zynismus oder PISA-Syndrom?", fragt sich der stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, nachdem Wirtschaftsminister Bartenstein von einem 'erfreulichen Ergebnis' (Kronen Zeitung) am Arbeitsmarkt gesprochen hat. "Im Vergleich zu November 2003 sind zwar heute um 1.700 Menschen weniger formal arbeitslos, aber insgesamt ist die Zahl der von AMS-Leistungen abhängigen Menschen ohne Arbeit im letzten Jahr um 9.000 gestiegen", so Öllinger.

Im Vergleich zu November 2003 stieg die Zahl der SchulungsteilnehmerInnem um knapp 6.000, die der PensionsvorschussbezieherInnen um ca. 500. Dazu kommen noch 3.000 BezieherInnen von Übergangsgeld. Alles in allem 327.000 arbeitslose Menschen im November 2004 gegenüber 318.000 im November 2003.

"Dass der Wirtschaftsminister die Arbeitslosenzahlen gerne retuschiert, ist bekannt", so Öllinger weiter. "Dass er sich mit den retuschierten Zahlen dann aber auch gleich öffentlich abfeiern lässt, ist angesichts der stark steigenden Zahl der Betroffenen einfach ungustiös", so Öllinger.

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