Leitl: Bewußtsein für Betriebliche Gesundheitsförderung in den Führungsebenen verankern

Präsentation der Studie "Gesund durchs Arbeitsleben", BGF und Altersmanagement für Kleine und Mittlere Betriebe

Wien (PWK891) - "Wir alle müssen uns darauf einstellen, länger zu arbeiten. Aber nur wer gesund und fit ist wird auch leistungsfähig im Betrieb sein," betonte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, anläßlich der Präsentation der Studie "Gesund durchs Arbeitsleben" zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) am Mittwoch im WIFI Wien. Ziel der Studie, die von diepartner.at im Auftrag der WKÖ erstellt wurde und von Pfizer Österreich und dem Fond Gesundes Österreich finanziell gefördert wurde, war es, konkrete Ansätze und Modelle für BGF und Altersmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen zu entwickeln.

Die nun voll einsetzende demographische Entwicklung (Geburtenrückgänge, Älterwerden der "Baby-Boom"-Generation) sowie die Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters nicht nur in Österreich stellen die Unternehmen künftig vor völlig neue Herausforderungen. "Die gemeinsame Studie gibt einen Überblick über Aktivitäten im Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung und Altersmanagement in Österreich und Europa, Analysen aber auch Empfehlungen für mögliche Umsetzung in Klein- und Mittelbetrieben (KMU)", erklärte der Verfasser der Studie, Ludwig Grillich, von diepartner.at. Anforderungen sieht Grillich auch im Bereich der Sozialpolitik. Die Erwerbsquote der der 55- bis 64-jährigen lag 2003 bei ca. 30 Prozent. Das in der EU-Beschäftigungsstrategie verankerte Ziel, bis 2010 die Erwerbsquote dieser Altersgruppe auf 50 Prozent zu steigern, sieht Grillich als engagiertes und sehr großes Ziel, das nur mit arbeitsfähigen Arbeitnehmerinnen zu erreichen ist.

"Erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit durch eine gesundheits- und altersgerechte Arbeitsgestaltung führt zu einer dreifachen "Win-Situation"- für die Beschäftigten, die Unternehmer und auch die Krankenversicherungen", zeigt sich Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich, überzeugt. Aus Sicht der Unternehmen kann man zusammenfassend sagen, dass sich BFG und Altersmanagement mit einem "Return of Investment" (ROI) zwischen 1:2,5 und 1:10,1 eindeutig lohnt. Eine rein monetäre Betrachtung greift allerdings zu kurz, da wesentliche Nutzenaspekte außer Acht gelassen werden, so Gleitsmann. Was hat nun ein Betrieb konkret für einen Nutzen von betrieblicher Gesundheitsförderung? Neben einer Senkung der Krankenstände, einer geringeren Fluktuationsrate und die Erhaltung der Leistungsfähigkeit, ist vor allem die gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit ein wesentlicher Punkt. "Denn, so versicherte Gleitsmann, es müssen nicht große Maßnahmen, wie z.B. die Einrichtung eines Fitnessstudios, sein, die sich viele kleinere Betriebe gar nicht leisten können." Das bestätigt auch Geschäftsführer Andreas Penk, von Pfizer Austria:
"Unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiter. Ein Grundelement der BGF sehe ich in regelmäßigen Gesprächen mit den Mitarbeitern. Das ist die Basis für ein gesundes Klima."

Bislang blieb die konkrete Umsetzung betrieblicher Gesundheitsförderung und Altersmanagements in Österreich großteils auf Programme in größeren Unternehmen beschränkt. "Unser Ziel ist es nun, vor allem die kleinen und mittleren Betriebe, und hier wieder besonders die Mangement- und Führungsebene, für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und zu motivieren, damit betriebliche Gesundheitsvorsorge Realität wird. Denn nur wer gesund ist, ist auch leistungsfähig und nur mit leistungsfähigen Mitarbeitern ist ein erfolgreicher Betrieb möglich" so Leitl abschließend.

Die Studie ist unter folgendem Link zu finden:
http://wko.at/sp/bgf/BGFStudie.pdf (pdf, 1.526 kb)
(EBK)

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