"Modern Times" am 3. Dezember macht den Überschlags-Test

Wien (OTS) - Gisela Hopfmüller präsentiert das ORF-Wissenschaftsmagazin am Freitag, dem 3. Dezember 2004, um 22.35 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Rollover im Crashtest

Der Trend zu Fahrzeug-Überschlägen steigt in der Unfallstatistik. Rund zehn Prozent der Unfälle enden mit so genannten Rollovers, bei denen die Insassen zumeist schwerst verletzt oder getötet werden. Im Rahmen eines EU-weiten Projekts analysiert die TU Graz gefährliche Rollover-Szenarien im Crashtest. Ziel ist, neue Sicherheitsstandards zum Schutz der Insassen zu entwickeln. In Zukunft sollen Neuwagen nicht nur den längst üblichen Front- und Seitencrashtests unterzogen werden, sondern auch auf ihre Sicherheit beim Rollover geprüft werden.

Vom Regentropfen zum Hochwasser

In Tirol suchen Wissenschafter nach Möglichkeiten, künftig drohende Hochwasserkatastrophen frühzeitig zu erkennen und ihren Verlauf zuverlässig vorherzusagen. Am Innsbrucker Zentrum für Naturgefahren-Management entwickeln Forscher das erste Hochwasser-Prognosemodell für das Tiroler Inntal. Das Projekt steht unter dem Motto "Vom Regentropfen zum Hochwasser".

Bakterien attackieren mit Nano-Nadeln

Bakterien greifen andere Zellen mit mikroskopisch kleinen, nadelartigen Strukturen an, durchstoßen damit die Zellwand und injizieren Giftstoffe. Einem österreichischen Forscher, der an der renommierten Yale University in den USA arbeitet, ist es erstmals gelungen, Aufbau und Struktur dieser molekularen "Nano-Nadeln" aufzuklären. Damit könnten künftig wirksamere Medikamente gegen manche Krankheitserreger entwickelt werden, hoffen die Wissenschafter.

Erdbilder vom Späher im Orbit

Proba knipst alles, was ihm vor die Linse kommt. Der erste Kleinsatellit der europäischen Weltraumbehörde ESA umkreist seit drei Jahren die Erde. Der Späher im Orbit macht gestochen scharfe Aufnahmen von der Erdoberfläche - bisher lieferte Proba mehr als 10.000 Bilder. Das Besondere dabei: Der Satellit ist nicht nur vergleichsweise klein und preiswert - er arbeitet auch vollkommen autonom. Wissenschafter geben nur die Koordinaten eines Zielgebiets vor, alles weitere erledigt der Bordcomputer.

Null-Energie-Haus aus Stroh

Häuser, die den Energieverbrauch deutlich einschränken, boomen derzeit in Österreich. Eine Forschergruppe der TU Wien stellt in den kommenden Wochen ein besonders sparsames Haus fertig: den Prototyp eines zweistöckigen Bürohauses aus Stroh. Es ist so perfekt isoliert und belüftet, dass praktisch keine Heizenergie benötigt wird. Die Energie, die für den Betrieb des Hauses benötigt wird, liefert eine eigene Ökostromanlage im Garten. Mit Ausnahme der Haustechnik besteht das ganze Haus aus nachwachsenden Rohstoffen.

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