LH Haider: Kärnten bei Schülerintegration an der Spitze

Insgesamt gab es 6015 Integrationsklassen - Auch spezielle Förderung von Kindern mit Teilleistungsschwächen

Klagenfurt (LPD) - Seitens des Landes werde enorm viel für die Integration von Schülern durch entsprechende sonderpädagogische Förderung getan. Kärnten unterstütze die Schülerintegration viel mehr als andere Bundesländer, betonte heute, Donnerstag, Landeshauptmann Jörg Haider. Kärnten wende aus Mitteln des Landes für die Finanzierung zusätzlicher Landeslehrer, darunter ein großer Anteil an Sonderpädagogen, 15 Millionen Euro pro Jahr auf. Kein anderes Bundesland lege so großen Wert auf die Förderung der Unterrichtsqualität und die Förderung lernschwacher Kinder.

Haider teilte weiters mit, dass im Schuljahr 2003/2004 insgesamt 2001 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet werden. Parallel zu den allgemein sinkenden Schülerzahlen steigt die Anzahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. In den letzten zehn Jahren gab es im öffentlichen Pflichtschulbereich 6015 Integrationsklassen. Die Schulstunden für Integrations-LehrerInnen betragen 22 Stunden, die aber nicht immer in einer Klasse gehalten werden, sondern je nach Bedarf der zu unterrichtenden Schüler.

Auch die Lehrer in den Privatschulen, an denen in den letzten Jahren 551 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet wurden, sind Vertragslehrer des Landes und werden somit vom Land bezahlt. 61 Schüler sind im laufenden Schuljahr zum häuslichen Unterricht angemeldet. Vielfältig sind die Fortbildungsangebote für den integrativen Unterricht. Durchschnittlich finden pro Semester zwischen zehn und 15 Veranstaltungen zum Thema Integration an Schulen am Pädagogischen Institut statt. Bei Bedarf gibt es weitere Veranstaltungen, die über die Bezirksschulinspektoren organisiert werden und ebenfalls rege in Anspruch genommen werden. Seit 1999/2000 gibt es in Kärnten jährlich rund 120 betreute Ganztagsgruppen in den Pflichtschulen. Die integrative Betreuung ist den Schulen überlassen. Vornehmlich wird die integrative Betreuung vormittags durch die Integrations- und Beratungslehrer durchgeführt.

Seit 2001 wird in Kooperation mit der Schulaufsicht und Schulpsychologie auf Initiative von LH Haider auch jeweils ein Lehrer speziell für die Förderung von Kindern mit Teilleistungsschwächen eingesetzt. Was die barrierefreie Gestaltung von Sonder-, Volks- und Hauptschulen sowie der Polytechnischen Schule anlangt, so sind diese von den jeweiligen Schulerhaltern durchzuführen.
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