Seeber: Aids - Todesgefahr: Die EU schaut nicht zu!

Aidshilfe nicht nur am Weltaidstag: Langfristige EU-Strategie

Brüssel, 2. Dezember 2004 (ÖVP-PK) "Aids ist eine der größten Herausforderungen im neuen Jahrtausend. Das große Sterben hat schon längst begonnen. Weltweit sind über 42 Millionen Menschen mit HIV/Aids infiziert. Über 3 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr an Aids gestorben, 5 Millionen Neu-Infizierte sind hinzugekommen. Diese Zahlen sind erschreckend. Jetzt muss endlich gehandelt werden", forderte der Tiroler ÖVP-Europaabgeordnete Dr. Richard Seeber in einer Rede im Plenum des Europäischen Parlaments. ****

Anlässlich des gestrigen Weltaidstages hat Seeber gemeinsam mit anderen Parlamentariern eine Resolution eingebracht. Darin wird gefordert, dass sich die EU ihren Verpflichtungen zur Bekämpfung der Aids-Pandemie bewusst wird. "Bereits im Oktober 2003 hat die Kommission einen Strategierahmen vorgestellt. Jetzt wird es ernst:
im kommenden Jahr kommt der Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen", freut sich Seeber über die Entwicklung.

Bereits heute ist die Union der zweitgrößte Geber für den weltweiten Aidsfonds. Zusätzliche Aktionen sind jedoch unerlässlich, denn der Virus ist weiterhin unaufhaltsam auf dem Vormarsch. "Aids ist längst nicht mehr nur eine Krankheit der Entwicklungsländer. Auch in den Industrieländern steigen die Neuinfektionen wieder stark an", warnte Seeber. Besonders erschreckend sei die Ansteckungsgefahr unter jungen Menschen. Der Großteil der HIV-Infizierten ist nicht einmal dreißig Jahre alt.

Notwendig sei daher die Entwicklung einer Doppelstrategie. Einerseits müsse vor allem in Europa und den Anrainerstaaten das Problembewusstsein bei den Jugendlichen gestärkt werden. "Auch die Sinnhaftigkeit und Wertigkeit des Lebens müssen den jungen Menschen wieder vor Augen geführt werden", erinnert Seeber. "Jugendliche sind beim ungeschützten Geschlechtsverkehr in Todesgefahr. Das muss den Leichtsinnigen immer wieder auch klar gemacht werden", betonte Seeber. Zweitens müsse weltweit die Aidshilfe zentraler Bestandteil der Entwicklungspolitik werden. "Positives Beispiel für eine richtige Anti-Aidspolitik ist Uganda im südlichen Afrika. Dort konnte mit richtiger Aufklärungspolitik die Infiziertenrate von 30 auf nur 4 Prozent gesenkt werden. Es gibt also Hoffnung, wenn wir Aids nicht tabuisieren", so Seeber abschließend.

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