Moser zur Telekom: Wieder ein Stück Österreich verschleudert

Wien (SK) "Die Regierung Schüssel und deren hochbezahlte Vollstrecker in der ÖIAG verschleudern mit den 17 Prozent der Telekom Austria wieder einmal ein Stück Österreich", kritisierte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser. "Grundsätzlich sind wir Sozialdemokraten gegen den Verkauf von Staatsanteilen. Denn gerade Unternehmen wie die Telekom Austria bilden die Infrastrukturgrundlage für Österreich. Sie ist der Garant für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft - und die Sicherung der Arbeitsplätze in Österreich", so Moser am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Regierung führe damit neben der VA Tech den nächsten großen Technologiekonzern Österreichs auf die Schlachtbank. "Damit werden Tausende Arbeitsplätze gefährdet", kritisierte Moser. ****

Wie schon bei der Böhler Uddeholm, der voestalpine AG und der VA Tech verkaufe die Regierung die Telekom Austria unter dem Unternehmenswert. Moser: "Nach gängigen Unternehmensbewertungen ist das Unternehmen Telekom Austria mindestens 16 Euro pro Aktie wert. Sollte die Regierung heute zum aktuellen Börsenkurs verkaufen, lassen sie bei der Telekom ein Upset-Potential von 250 Millionen Euro liegen." Hinzu kommen 75 Millionen Euro, auf die beim Begeben der Wandelanleihe verzichtet wurde. In Summe lassen die Regierung und die "entpolitisierten" ÖIAG Vertreter, allen voran der renommierte Industrielle Heinzel, mehr als 300 Millionen Euro liegen.

Moser fordert einen "Stopp des Ausverkaufs unserer österreichischen Konzerne". Statt ein Unternehmen nach dem anderen an ausländische Spekulanten zu verkaufen, "sollten Schüssel und Grasser die Infrastrukturbetriebe in eine Infrastrukturholding einbringen. Außerdem sollten sie darüber nachdenken, wie der Standort Österreich gestärkt und aufgebaut werden könnte und wie erreicht werden kann, dass die Österreicher wieder mehr Geld im Geldbörsel haben", so Moser.
Moser abschließend: "Aber Grasser braucht frisches Geld für seine verfehlte Wirtschafts- und Finanzpolitik, nachdem ihm sein Budget um die Ohren fliegt." (Schluss) ns

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